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Wenn der Schnee nicht zu uns kommt, dann……

kommen wir eben zum Schnee.

zu Besuch im Odenwald

Kennt ihr das? Das weiße Pulver, welches vom Himmel kommt? Man sagt sich, dass es gefrorener Regen ist und man bezeichnet ihn als Schnee.

Es ist schon verrückt, wir haben Winter und es gibt wirklich kaum Schnee in unsrer Region. Unsere Zwillinge sind mittlerweile 3 Jahre alt und haben ernsthaft noch niemals Schnee gesehen. Zeit dies zu ändern, dachte ich mir. Ich suchte im Internet nach live Webcams von Gebirgen in unserer Nähe, um zu schauen, wo es Schnee geben könnte und ich wurde fündig.

So packte ich die Kinder dick ein und es ging nach Trösel, wo wir vor Weihnachten unseren Weihnachtsbaum abholten. Hier noch der Beitrag dazu.

hinter Trösel

Was wir vorfanden war wirklich erstaunlich. Schnee soweit das Auge reicht. Wir hielten also an und sprangen voller Vorfreude auf das nächste freie und schneebedeckte Feld. Die Kinder hatten direkt einen riesen Spaß und so gab es die erste Schneeballschlacht. Auch der Papa blieb nicht verschont und wurde direkt auf den Boden geworfen. Die kleinen Geister fielen direkt über mich her und bewarfen mich. Die Temperaturen lagen bei -8 Grad und ich fand es wirklich kalt, die beiden Kleinen interessierte es herzlich wenig und sie tobten vergnügt weiter. Ein toller Moment.

Schneeballschlacht

Nachdem dann irgendwann der kleine Mann sein blankes Gesicht in den tiefen Schnee steckte, wurde es für ihn doch etwas kalt. Ich trocknete ihn ab und beschloss zum aufwärmen etwas weiter zu fahren. So fuhr ich also Richtung Neckarsteinach, doch nach kurzer Zeit wollten die Kids wieder raus. Wir hielten auf einem Parkplatz, von wo aus es einen tollen Ausblick gab und die Kinder hatten jetzt wieder riesen Spaß.

toller Ausblick

Ein Halten war nicht mehr möglich und der Spaß wurde immer größer. Schneemann bauen und Schneeballschlacht war angesagt und wenn das kein Spaß gemacht hatte, dann legten wir uns einfach in den Schnee und genossen diesen tollen Wintertag. Das Wetter spielte weiterhin mit und ich war wieder einmal überrascht, mit welch einfachen Mitteln kleine Kinder eine riesen Freude haben können und man auch selbst dabei selbst so viel Spaß hat.

Nach einiger Zeit war es angebracht wieder nach Hause zu fahren. Kaum eingestiegen sind alle beide eingeschlafen, so dass ich mich entschied, einen Umweg über Heidelberg zu machen, um selbst noch die tolle Landschaft zu genießen. Die Kinder waren so müde, dass sie erst zu Hause wieder aufwachten und so war der Tag auch ziemlich schnell wieder zu Ende. Es war klasse.

Euer Sven

Zeit für Geschenke

Das Jahr neigt sich dem Ende und es steht nicht nur Weihnachten vor der Tür, sondern auch der dritte Geburtstag unserer Zwillinge. Es ist tatsächlich schwierig, wenn der Geburtstag direkt nach Weihnachten ist. Wir bekommen das Gefühl, unsere Kinder zu überschenken. Das größte Geschenk machten uns aber die Kinder.

Endlich trocken

Über 1 Jahr übten und probierten wir es die Windel los zu werden. Mittlerweile hatten wir 5 Töpfchenbücher und ständig lasen wir daraus vor, gebracht hat es allerdings nichts. Wir haben sie mit Spielzeug bestochen, unser Zwillinge zeigten uns lediglich die kalte Schulter. Auch der Druck von außen wurde immer größer, denn sie werden im Dezember 3 Jahre alt und in die Kita gehen sie auch schon, da müssen sie aber so langsam trocken werden. Unsere beiden interessierte es herzlichst wenig, sie waren schlichtweg noch nicht bereit. Seit etwa 3 Wochen sind sie es und wir sind mächtig stolz. Aktuell ist es so, dass sie Nachts noch die Windel um haben und auch auf längeren Ausflügen. Bei den Ausflügen bleibt die Windel trocken und sie melden sich wenn sie müssen, Nachts hingegen kommt noch was in die Windel rein, aber das ist kein Problem.

endlich windelfrei

Mittlerweile ist es nicht nur so, dass sie alleine auf das Töpfchen gehen, sie gehen auch auf die große Toilette, ziehen sich dabei selbst aus und wieder an und auch die Spülung betätigen sie selbst. Wie so etwas aussehen kann, könnt ihr hier sehen.

Voller Stolz kommen sie danach zu uns und freuen sich selbst darüber, dass sie auf der großen Toilette Pipi gemacht haben und ich werde niemals den Moment vergessen, als unsere Tochter das erste mal auf der Toilette Pipi gemacht hat. Sie hatte ein unfassbares Leuchten in den Augen und war richtig aufgeregt. Sie schrie vor Freude „Ich habe Pipi gemacht – ist das toll“ und uns kamen die Tränen.  Das eine einfache Sache wie das toilettieren so wunderbar sein kann, hätte ich nie erwartet und jeden Tag loben wir unsere beiden dafür und immer wieder sind sie so wunderbar stolz auf sich, es ist einfach toll und das schönste Weihnachtsgeschenk für uns.

Weihnachtszeit

Nachdem der Nikolaus schon da war, ist jetzt auch schon Weihnachtszeit. Zum Nikolaus gab es für jeden ein kleines Geschenk und etwas Süßes. Wir sind keine Freunde davon, unsere Kinder zu überschenken und sie mit Spielzeug zu überfluten. Zu Weihnachten gibt es ein wenig mehr. Neues Eisenbahnzubehör, Mal- und Liederbücher und für unsere Tochter einen tollen Kaufmannsladen. Wenn ich meinen Sohn frage was er sich wünscht, dann bekomme ich zur Antwort „Ein Geschenk“. Sie sind glücklich mit dem was sie haben und das stellt uns als Eltern zufrieden. Spielzeug welches nicht mehr Altersgerecht ist, wird im neuen Jahr hingegen aussortiert, so haben sie immer nur ein bestimmtes Level an Spielzeug womit sie dann auch spielen.

Den Weihnachtsbaum fällten wir alle zusammen in Trösel bei Weinheim, auf dem Helfertshof. Man kann dort hin wirklich einen tollen Familienausflug machen. Den Baum kann man sowohl selbst fällen, als auch gefällt kaufen. Zudem ist es ein kleiner Bauernhof, auf dem die Kinder in den Schafsställe gehen und die Schafe bewundern können.

im Schafstall

Knapp 2 Wochen vor Weihnachten, brachten wir den Baum also in die Wohnung, denn wir wollten ja schließlich länger etwas davon haben. Die Kinder waren wieder nervös und aufgeregt, denn es ist das erste Mal, dass auch sie den Baum schmücken dürfen. Mit großer Vorsicht und viel Sorgfalt, brachten sie die Weihnachtskugeln an den Baum und nur eine Kugel fiel dabei auf den Boden. Man kann den kleinen Zwergen wirklich eine Menge zutrauen.

unser Weihnachtsschmuck

Geburtstagszeit

Sobald Weihnachten zu Ende geht, steht auch schon das nächste Fest an, der dritte Geburtstag. Wir haben entschlossen einen tollen Kindergeburtstag zu feiern, aber wieder nicht so viel zu schenken. Um es etwas zu verteilen, bekommen sie dafür im Sommer eine Kleinigkeit, denn wir wollen sie ja schließlich nicht mit Geschenken erschlagen. Wie wir es in den darauffolgenden Jahren halten werden, wissen wir noch nicht. Ich bin da selbst auch gespannt, was die Kinder in Zukunft fordern werden.

Haben eure Kinder auch im Dezember Geburtstag und wie haltet ihr es dann und wie habt ihr die „Entwindelung“ eurer Kinder erlebt? Wurdet ihr von außen unter Druck gesetzt oder wart ihr ganz ruhig und habt euch an solchen hilfreichen Ratgeber gehalten?

Euer Sven

Rhodt unter Rietburg

Nachdem unsere Zwillinge uns, wie jedes Wochenende, pünktlich um 6.30 Uhr aus dem Bett geworfen haben, überlegten wir, was wir an diesem verregneten Tag machen könnten. Wir schrieben Freunde an und versuchten vergebens den Tag zu planen. Keiner hatte Zeit und Ideen hatten wir auch nicht. Erstmal zum Bäcker, denn ohne ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück kann der Tag sowieso nicht beginnen.

Als ich zum Bäcker ging, merkte ich nicht nur, dass es regnete, sondern auch, dass es echt neblig war. Man müsste also auf einen Berg fahren um schönes Wetter zu bekommen, so meine Idee. Spontan fiel mir da die Rietburg ein.

Die Rietburg liegt in der Nähe von Edenkoben bei Rhodt und hat eine Höhe von 535m. Nicht sonderlich hoch, aber vielleicht reicht es aus um dem grauen Sonntag zu entfliehen. Und was soll ich euch sagen, es hat geklappt.

Höhengaststätte Rietburg
Höhengaststätte Rietburg

Umso höher wir kamen, desto besser wurde das Wetter und unsere beiden Kleinen freuten sich auf Berg und Wald. Wir fuhren also soweit es ging mit dem Auto hoch.  Anschließend war es nicht mehr weit bis zur Burg.

Bevor wir aber zur Burg gingen, beschlossen wir noch zum Wildgehege zu gehen. Die Kinder hatten viel Spaß. Für die kleinen Beine war der Weg doch sehr beschwerlich, aber sie hatten großen Spaß daran, von Fels zu Fels zu springen und es wurde auf so ziemlich jeden Stein geklettert der dort vorhanden war.

Wir versammelten uns kurz und dann......
Wir versammelten uns kurz und dann……
Auf dem Weg zum Gehege
…..ging es zum Gehege

Die Kinder waren restlos begeistert und hatten eine Menge Spaß und wir hatten Spaß damit, dass die Kinder Spaß hatten. 🙂 Anscheinend sind die spontanen Ideen immer die besten. Sie nahmen wirklich alles wahr und so wurde auch ein kleiner Käfer interessant.

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Am Gehege angekommen erwartete uns schon das Damwild. Es waren wirklich tolle Tiere und es war wirklich schön anzusehen, wie sie durch den Wald streiften. Einige kamen uns nahe, andere scheuten uns. Die Freude bei den Kindern wuchs von Minute zu Minute.

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rietburg3     rietburg1

Jetzt hatten wir alle einen riesen Hunger, also nix wie hin zur Höhengaststätte. Auf der Terrasse kann man wundervoll sitzen, die Landschaft genießen und wundervoll essen, aber auch der Innenraum der Gaststätte ist sehr gemütlich.

Terrasse der Höhengaststätte
Terrasse der Höhengaststätte

Das Essen war ausgesprochen gut, die Portionen reichlich und der Preis vollkommen in Ordnung. Die Kinder genossen die Pause und das Essen. Anschließend gingen wir noch auf die Aussichtsplattform der Burg. Neugierig blickten die Kinder hinunter ins Tal und ihre Begeisterung kannte keine Grenzen.

Ausblicksturm der Rietburg
Ausblick von der Rietburg

Damit wir sie auch richtig müde bekommen, fingen wir eine Blätterschlacht an. Wir bewarfen uns mit Herbstlaub und auch die Kinder nahmen soviel Laub, wie ihre kleinen Hände tragen konnten und bewarfen sich gegenseitig. Ein riesen Spaß für uns alle. Der Herbst hat auch seine schönen Seiten.

Laubschlacht
Laubschlacht

Die Zeit verging wie im Flug, es wurde schon Nachmittag und die Kinder wurden auch langsam müde. Wir gingen also entspannt und satt zum Auto, kaum sind wir losgefahren, hörte ich schon ein lautes Schnarchen von der Rückbank. So ging es also wieder hinab in das triste graue Tal.

Euer Sven

Schnullifee

Kennt ihr es auch? Ständig wird der Schnuller eingefordert und es wird so lange und so laut geschrien, bis der Schnuller im Mund ist. Danach kommt ein breites grinsen, nach dem Motto „Geht doch, warum nicht gleich so!?“.

Es war wirklich ein Krampf, unseren beiden den Schnuller abzugewöhnen. Bis zum 1 1/2 ten Lebensjahr benutzten sie den Schnuller ständig und er war bei beiden ein ständiger Begleiter. Nach dieser Zeit wollten wir es dann doch reduzieren, es war uns schlichtweg zuviel. Also fingen wir damit an, den Schnuller am Tage weg zu lassen. Wir erklärten beiden, dass es ihn nur noch zur Schlafenszeit gibt. Dummerweise wollten sie nur noch ins Bett.

Mit viel Durchsetzungsvermögen erreichten wir dann endlich unser Ziel und der Schnuller war nur noch ein Thema, wenn es ins Bett ging. Was uns erstaunte war jedoch, dass sie in der Krippe keinen Schnuller brauchten, weder beim Spielen oder beim Mittagsschlaf. Zu Hause jedoch war das einschlafen ohne Schnuller undenkbar.

 

Solange sie schliefen

Nachdem die Kinder eingeschlafen waren, verloren sie meist den Schnuller. Entweder wurde er unter der Decke verkramt oder er fiel komplett aus dem Bett. Eigentlich kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt als sie wach wurden. Mitten in der Nacht gab es dann das Geschrei. Ununterbrochen wurde nach dem „Nunny“ -so nannten wir ihn liebevoll-  gerufen, bis sich einer von uns erbarmte, ins Kinderzimmer ging und den Schnuller suchte. War der Schnulli wieder da, schliefen die beiden direkt weiter und auch wir konnten direkt weiter schlafen, mit der Hoffnung, sie behielten ihren Schnuller bei sich.

Ab dem 2ten Lebensjahr wurde dies leider immer schlimmer und die nächtlichen Unterbrechungen kamen immer häufiger vor.  Wir waren bedient und wollten den Schnuller einfach nur noch loswerden, aber wie? Wir redeten mit den Kindern, dass sie groß sind und ihn nicht mehr brauchen, wir haben unserer Tochter Ohrringe versprochen, wenn sie den Schnuller weg ließe, denn sie wünscht sich so sehr Ohrringe, doch der Schnuller war wichtiger. Wir ließen den Schnuller einfach weg, doch es gab lautes Geschrei und an einschlafen war nicht zu denken. Ständig ließen wir uns etwas neues einfallen, doch an schlafen ohne Schnuller war nicht zu denken. Wir waren wirklich ratlos.

 

Wir haben es geschafft

Vor wenigen Tagen fanden wir einen tollen Beitrag auf dem Blog  www.gewuenschtestes-wunschkind.de und wollten es sofort ausprobieren. Wie jeden Morgen packten die beiden ihre Schnuller ritualmäßig in der Schublade. Während unsere Kinder im Wohnzimmer spielten, holte meine Frau die Schnuller heraus und versteckte sie. Als Nächstes malte sie den Schnuller ans frisch installierte Maßband an der Wand, denn wir wollten ja schließlich sehen, wie groß unsere beiden sind. Noch vor dem Mittagsschlaf schlug meine Frau den Kindern vor, zu schauen wie groß sie geworden sind.

Mit großer Begeisterung stellten sie sich an die Wand. Sie sind jetzt 2 1/2 Jahre alt und doch schon 92 cm groß. Wachst doch bitte nicht so schnell!!!

Voller Begeisterung zeigten wir die Zeichnung vom Schnuller auf dem Maßband und fragten „Wisst ihr eigentlich was das bedeutet?“ Gespannt hörten sie zu und meine Frau erzählte weiter: „Ihr seid jetzt 92 cm groß und die Zeichnung besagt, dass die Schnullifee da war. Da ihr sie nicht mehr braucht, hat sie eure Schnullis mitgenommen und den kleinen neugeborenen Babys gegeben, die  die Schnullis ganz dringend brauchen.“  Das Ganze mehrmals, und auch so gezeigt, als würde es dort stehen!

Danach herrschte ersteinmal Ruhe und wir sahen den beiden richtig an, wie sie überlegten. Schließlich fingen sie an zu lächeln und sagten laut „JA“.

 

Schlafen ohne Schnuller

Wir redeten ab jetzt nicht mehr soviel darüber. Wenn sie fragten, erzählten wir die Geschichte noch einmal und begeisternd hörten sie zu. Nun war es soweit, Mittagsschlaf stand an. Es hört sich vielleicht unglaublich an, aber wir legten sie hin und sie fragten kurz nach dem Schnuller. Wir erzählten kurz von der Schnullerfee und dann war es ok und sie schliefen beide OHNE SCHNULLER ein.

Wir konnten es gar nicht glauben, es schien tatsächlich zu funktionieren. Sie schliefen dieselbe Zeit, als würden sie mit dem Schnuller schlafen. Als sie wieder wach wurden, platzten wir vor Stolz und das sagten wir den beiden auch. Der Nachmittag verlief gewöhnlich ab. Sie spielten und wir unternahmen etwas. Die Frage nach dem Schnuller blieb aus.

Nun ist es Abend und wir waren gespannt, wie das einschlafen funktionieren würde und vor allem wie die Nacht verläuft. Kurz vorm schlafen gehen stellten sich beide noch einmal an das Maßband und wir erzählten ihnen noch einmal von der Schnullifee die den Neugeborenen ihre Schnullis gegeben hat, da sie die auch ganz dringend bräuchten. Es verlief überraschend reibungslos. Sie schliefen ohne den Schnuller ein und fragten auch nicht mehr danach. Sie wurden in der Nacht auch mal kurz wach, aber es war sofort wieder Ruhe. Seit langer Zeit hatten wir wieder eine Nacht, wo keiner aufstehen musste. Wir hätten wirklich nicht erwartet, dass es so einfach und lautlos vonstatten gehen wird.

 

Fazit

Einige Nächte sind jetzt nun vergangen und unsere Kinder sind immer noch schnullerfrei. Die Nächte sind jetzt ziemlich ruhig geworden und auch unsere beiden sind wirklich entspannt. Wir hätten es so gar nicht erwartet, da wir das Gefühl hatten, dass es mit dem Schnuller schon wie eine Sucht war, besonders beim schlafen. Die Schnuller haben wir alle eingesammelt und entsorgt (an einen geheimen Ort – man weiß ja nie) in der Hoffnung, dass wir sie nie wieder brauchen werden.

Einen großen Dank an Danielle für diesen tollen Beitrag von www.gewuenschtestes-wunschkind.de. Ohne diesen Beitrag hätten wir heute noch unterbrochene Nächte.

Den passenden Beitrag findet ihr nochmal hier: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/02/schnullerentwoehnung-wie-man-nuckel-schnuller-abgewoehnen-kann.html

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Beitrag ebenfalls ein wenig helfen und wünsche euch eine erfolgreiche Schnullerentwöhnung.

 

Euer Sven

Es hört einfach nicht auf,

zu regnen.  Wieder einmal ist es Wochenende und wie soll es im diesem Jahr auch anders sein, kübelt es aus Eimern. Während im letzten Sommer unser Ventilator nicht mehr nach kam, wollen wir diesen Sommer bisher gar nicht vor die Tür gehen. Mittlerweile finde ich es wirklich schon frustrierend.

Nichtsdestotrotz, haben wir 2 Kinder und die brauchen frische Luft. Schwimmbad und Indoorspielplatz sind nette Alternativen, aber wie ich finde, keine Dauerlösung. Wie nutzen wir also die kurze Zeit in der es mal nicht regnet?

Sollte es der Fall sein, dass es nur mal kurzzeitig aufhört, so nutzen wir die Zeit und holen die Laufräder heraus. Helm auf und los geht´s. Fröhlich drehen sie ihre Runden und aufgehört wird erst, na wer errät es? Richtig, wenn es wieder anfängt zu regnen. Zoobesuche oder zum Tierpark fahren wir dann wieder einmal, wenn das Wetter stabil bleibt.

Auf zum Rhein

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Letzten Sonntag blieb es doch tatsächlich den ganzen Vormittag trocken. Wir packten die Sachen und fuhren nach Speyer zum Hafenfest. Nur blöd, dass kein Hafenfest stattfand, denn es war Hochwasser. Das Fest wurde kurzerhand in die Innenstadt verlegt. Uns gefiel es dennoch so gut in diesem Moment, dass wir uns entschlossen haben, einen schönen Spaziergang entlang des Rheins zu tätigen. Die Kinder sprangen mit ihren Gummistiefeln von einer Pfütze in die nächste und genossen den Moment sehr. Wir amüsierten uns prächtig.

Während unseren Spaziergangs, fiel uns trotz Dauerregen, die Farbenvielfalt bei den Pflanzen auf. Es war eine wahre Pracht sie anzusehen. Man sollte sich vielleicht manchmal den kleinen Dingen widmen, die den Alltag schöner machen können.

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Von einzelnen Blüten bis hin zu den größeren Pflanzen war alles vorhanden und ließ unsere Laune besser werden.

Regen1

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Es war auch eine Menge los und wir wurden genau beobachtet.

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Während unsere Kinder versuchten Tauben zu streicheln,

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genossen wir weiterhin die Landschaft und waren froh, dass das Wetter gehalten hat und es für kurze Zeit einmal nicht regnete. Hoffen wir, dass bald der richtige Sommer kommt und wir gemütlich am Badesee liegen oder größere Ausflüge unternehmen können.

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Einen schönen Start in den Sommer wünschen wir euch.

Euer Sven

Ende der Krippenzeit

Nun ist es soweit. Unsere beiden sollten ja eigentlich schon zum ersten Januar  2016 die Krippe verlassen, dank der Flexibilität der Erzieher in unserer privaten Einrichtung, konnten sie noch bis zum ersten April bleiben. Was nehme ich mit aus dieser Zeit?

Es war ja eine sehr kleine Krippe mit 10 Kindern und wir haben ja schon 2 Kinder. Zu Beginn der Zeit merkten wir sehr schnell, dass unsere beiden enorme Fortschritte machten. Sei es beim Spielen, Puzzeln, Laufen oder Sprechen. Wir merkten auch, dass sich die Erzieher sehr viel mit den Kindern beschäftigten.

Unser Tag begann morgens um halb 6, wir standen beide zusammen auf, machten uns fertig und tranken gemütlich einen Kaffee. Nebenbei bereiteten wir für die Kinder eine Flasche Kakao zu und um 6 Uhr in der Früh weckten wir sie sanft. Das erste Wort jeden morgen war ein lautes KAKAKAO. Am Anfang gaben wir ihnen die Flasche und ließen sie erst einmal in Ruhe austrinken, das Wickeln und Anziehen danach war eine Katastrophe. So probierte ich es, die Kinder zu wickeln während sie tranken. Wenn ich es schaffte das Kind auszuziehen, zu waschen und zu wickeln bevor es den Kakao ausgetrunken hatte, war ich der Gewinner. Meine Frau tat das Gleiche mit dem anderen und es funktionierte. So begann eigentlich jeder Morgen ziemlich ruhig und friedlich.

Zusammen gingen wir alle um 6:30 Uhr aus dem Haus. Meine Frau nahm die Kinder mit zur Krippe, während ich zur Arbeit fuhr. Gegen 16.30 Uhr holte ich sie wieder von der Krippe ab. Es funktionierte das ganze Jahr über problemlos.

Es gab in der Krippe 6 Erzieher. Einige waren in Teilzeit und einige in Vollzeit angestellt. Unsere Kinder mochten wirklich jeden einzelnen Erzieher. Auch wir mochten alle Erzieher. Alle waren immer  sehr zuvorkommend und halfen meiner Frau Morgens mit den Kids und mir Abends beim anziehen der Kinder. Auch einen Spaziergang am Abend, weil die Kinder es noch wollten, machten die Erzieher und ich gerne mit. Wir freundeten uns richtig an und man merkte, dass sich alle beide pudelwohl dort fühlten, was uns sorgenfrei arbeiten ließ.

Unsere Kinder lernten Laufen, Sprechen und halfen sich in schwierigen Situationen gegenseitig. Selbst das putzen und aufräumen lernten sie. Es harmonierte mit unseren Erziehungsmethoden und es war auch in dieser Hinsicht eine große Hilfe für uns.

Nach und nach gingen die großen Kinder und unsere Beiden wuchsen heran. Das Jahr verging wahnsinnig schnell und zum Ende des Jahres 2015 waren sie nun die Ältesten in der Krippe. Da wir weder Kitaplatz noch Tagesmutter organisieren konnten, bat uns die Krippe an, unsere beiden noch bis April weiter zu betreuen. Unseren Beiden gefiel es  und auch den Erzieherinnen war es recht. Wir konnten uns damit etwas Zeit für die Suche einer Tagesmutter zur Überbrückung schaffen. Dafür noch einen großen Dank!!!

So langsam kam auch der April immer näher und wir merkten, dass unsere Kinder zu alt für die Krippe wurden. Unsere Beiden halfen mit beim aufräumen und waren auch sonst sehr fürsorglich. Am letzten Tag hat meine Frau noch einen Kuchen gebacken und verbrachte noch den Morgen mit in der Krippe. Die Abholung am Abend fiel den Erziehern sichtlich schwer, aber auch mir. Wir bekamen ein großes Gruppenfoto und ein Fotobuch. Da war sogar ich den Tränen nahe. Unsere Kinder drückten die Erzieher und man merkte es ihnen an, dass es auch ihnen schwer fiel aber sie doch irgendwie gespürt haben, dass es jetzt zu Ende geht. Die Kinder sind den Erziehern sehr ans Herz gewachsen und umgekehrt auch.

Meine Frau und ich möchten auf diesem Wege noch einmal ein großes Danke dafür sagen, dass die Kinder sich so wohl dort fühlten und das ihnen spielerisch viel beigebracht wurde. Am meisten Dank natürlich für den liebevollen Umgang mit unseren Kindern. Jeden Tag freuten sie auf den Krippenbesuch und es gab in über einem Jahr nicht eine Hand voll Geschrei, dass wir sie morgens abgeliefert haben.

Einen großen Dank also an das Zwergenland. Wir werden euch wirklich sehr vermissen und kommen euch ganz bestimmt bald besuchen.

 

 

Ein Osterwochenende

Das Osterwochenende ist nun vorbei und es waren 4 tolle Tage.

Karfreitag

Am Karfreitag kam die Oma zu Besuch, mit einem wunderschönen Präsent für uns, welches direkt seinen Platz auf dem Balkon fand.

Osterpresent
Osterpresent
Samstag

Das Wetter spielte am Freitag leider nicht mit. Samstag sollte es sonnig werden, Sonntag und Montag wieder regnen. Da wir am Samstag bei Freunden zum grillen eingeladen waren, beschlossen wir die Eiersuche einen Tag vorzuverlegen. Das Wetter war wirklich schön und der Garten optimal für die erste Eiersuche unserer Kinder.

Ich ging also mit den Kindern kurz in die Wohnung und spielte mit ihnen ein wenig, während Oma und meine Frau, die Sachen versteckten. Wir gingen hinaus in den Garten und ich sah dieses leuchten in den Augen der Kids. Ein wirklich schöner Moment. Es gab einiges an Spielzeug und einiges an Süßkram.

Oster 4

Die Suche dauerte eine Weile, denn jedes gefundene Stück musste genau begutachtet werden und alle mussten es sehen. Selbst ein kleines Ei wurde mit großer Begeisterung allen gezeigt.

Ostern 2

Anschließend gab es Leckeres vom Grill und noch bevor der Abend heranbrach, hatten wir auch ein kleines Feuer im Feuerkorb angezündet. Es war ein wirklich schöner Tag, der leider viel zu schnell zu Ende ging. Am frühen Abend fuhren wir Heim und die Kinder schliefen direkt zufrieden ein.

Ostersonntag

Wie zu erwarten war, regnete es am Sonntag. Uns sollte es nicht stören, denn wir schliefen alle erst einmal aus. Bevor die Kinder wach wurden, bauten wir ihr neues Spielzeug auf, damit sie auch gleich loslegen konnten.

unter anderem gab es eine Feuerwehrstation
Unter anderem gab es eine Feuerwehrstation

Wir genossen unser Frühstück und unsere Kinder waren den ganzen Tag fleißig am spielen. Mehr ließ das Wetter leider nicht zu.

Ostermontag

Das Wetter besserte sich etwas, wir schliefen trotzdem erst einmal aus. Ich habe das Frühstück verschlafen und dafür ein Dankeschön an meine Frau. Nachdem auch ich dann das Bett verlassen hatte, gönnten wir uns einen schönen Spaziergang mit anschließendem Spielplatzbesuch. Nachdem wir zurück waren, gab es auch gleich Mittagessen und unsere Kinder sollten Mittagsschlaf machen. Eigentlich klappte es immer super mit dem Mittagsschlaf, heute machte sich anscheinend die Zeitumstellung bemerkbar und sie wollten nicht einschlafen. Wer braucht eigentlich diese Zeitumstellung?

Oma fuhr am Nachmittag wieder los und wir waren verabredet mit (Kleiner Laubfrosch). Eine Familie, mit einer süßen Tochter, welche ebenfalls einen Facebook – Blog betreibt. Schaut dort ruhig mal vorbei: Kleiner Laubfrosch.

Wir kennen uns schon ewig, wohnen nur 5km weit auseinander und trotzdem sieht man sich so selten. Schade eigentlich, dass müsste man wirklich ändern. Auch unsere Kinder fühlten sich dort pudelwohl und spielten zusammen mit ihrer kleinen Tochter, mit der nagelneuen selbstgebauten Spielküche (schaut sie euch auf ihrer Seite an).  Ein Kompliment dahin.

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Während wir wieder nach Hause fuhren, mussten wir noch unbedingt Eis holen fahren. Wir freuten uns alle darauf. Am Abend gab es dann noch Abendbrot und die Kinder schliefen wieder seelenruhig ein. Es war ein tolles Wochenende und ich hoffe, euer Osterfest war genauso schön und erholsam wie unseres.

 

Euer Sven

 

Ausflug zum Luisenpark Mannheim

Es ist Sonntag Morgen und wir frühstücken zusammen gemütlich. Wie jeden Sonntag morgen, planten wir auch diesen Tag spontan am Frühstückstisch. Das Wetter war trüb und bewölkt, aber trocken. So entschlossen wir uns kurzerhand auf einen gemütlichen Ausflug in den Luisenpark nach Mannheim. Wir waren noch nie dort, obwohl der Park in der Nähe liegt.

Wir zogen unsere Kinder an und packten ihre Rucksäcke. Sie wollen unbedingt ihre Sachen selbst tragen. Jeder hat eine Trinkflasche und eine Kleinigkeit zu Essen im Rucksack.

Auf gehts
Auf gehts!!!!

Den Park erreicht, wollten unsere Beiden natürlich direkt zu den Tieren. Auf diesem Gelände befand sich ein kleiner Bauernhof, der unsere Zwillinge begeistern sollte. Von Kühen, Schweinen, Schafen und Hühnern war alles dabei und wurden neugierig beobachtet.

Luisenpark2
Die Tiere waren wirklich zum anfassen nah.

Luisenpark1           Luisenpark3

Nach knapp einer Stunde, gingen wir auf die große Wiese. Es wurde geschaukelt und gespielt. Es gab Möglichkeiten zum Trampolinspringen oder einfach zu Picknicken. An einer Schaukel begegneten wir einem Storch. Er war so nah und zutraulich, dass wir ihn streicheln konnten. Von wie vielen Menschen musste er schon Futter bekommen haben, um so zutraulich zu sein.

Luisenpark5

      Luisenpark4       Luisenpark6

Als nächstes gingen wir zum Teehaus und dem Wasserfall. Auch wenn das Wetter noch nicht besser war, war es doch sehr schön anzusehen, leider begann dort auch schon das Ende unseres Ausfluges.

Teehaus
Teehaus

Wir gingen zum Wasserfall und wollten uns die Fische ansehen. Am Wasserfall konnte man durch eine Höhle gehen, was wir wohl besser hätten meiden sollen. Unser Sohn sprang dort in eine Pfütze die so tief war, dass er komplett durchnässte Schuhe und Füße hatte. Natürlich hatten wir keine Wechselsachen mit. Wir gingen ins Teehaus, zogen ihm Schuhe und Socken aus und zogen ihm die Socken meiner Frau an. Die Schuhe versuchten wir bestmöglich trocken zu bekommen. Und jetzt ganz schnell nach Hause. Hoffentlich wird er nicht krank.

Am Wasserfall
Am Wasserfall

Wir wollten nicht zu hektisch reagieren und versuchten ruhig aber flott, zum Auto zu gelangen. Noch bevor wir den Park verlassen hatten, fiel unser Sohn hin, so dass die Lippe blutete. Das Geschrei war groß. Ich nahm ihn auf den Arm und nun eilten wir los und fuhren Heim. Zu Hause war wieder alles gut und krank wurde er auch nicht. Der Ausflug war recht kurz und wir hatten noch nicht einmal die Hälfte gesehen. Bei besserem Wetter starten wir einen neuen Versuch.

Euer Sven

Hurra, wir haben EINEN Kitaplatz!!!!

Der Haken daran ist, dass wir 2 Kinder haben. Uns hatte man zum August hin einen Kitaplatz angeboten. Wir blickten uns ratlos in die Augen und wussten wirklich nicht, was wir davon halten sollten. Sollten wir jetzt wirklich ein Kind zur Kita bringen und für das zweite eine Tagesmutter suchen? Das kam überhaupt nicht in Frage. Unsere beiden sind unzertrennlich und dass soll auch so bleiben. Dadurch, dass wir den Krippenplatz um 4 Monate verlängert bekommen hatten, war ja auch noch Zeit etwas geeignetes zu finden. Wir gingen also zum Jugendamt und suchten Adressen von Tagesmüttern im erweiterten Kreis unserer Region heraus. Leider blieb da auch nur noch eine übrig. Nun gut, vielleicht ist sie ja gut.
Wir fuhren also 20 km, um uns eine Tagesmutter anzusehen, wir klingelten und als die Tür sich öffnete, kamen 3 große Labradore heraus. Wir dachten es sei nur „Versteckte Kamera“, dem war aber leider nicht so.
Frustriert gingen wir hinein und schauten uns alles an. Ich mag Hunde wirklich gerne und finde es auch toll, wenn unsere beiden mit einem Hund spielen dürfen. Aber den ganzen Tag in einem Zimmer oder beim spazieren gehen mit 3 solch großen Hunden? Ich könnte nicht ruhig arbeiten. Lieber bleibe ich arbeitslos und ohne Geld zu Hause, als meinen Kindern so einer Gefahr auszusetzten, auch wenn es sehr liebe Hunde sind.

Wieder einmal sind wir ratlos. Wir holten uns einen Termin beim Kinderschutzbund. Wir wollten über diesen Weg versuchen, einen Kitaplatz oder eine Tagesmutter im Kreis meines Arbeitsplatzes zu suchen.

Endlich hatten wir jemanden gefunden, bei dem wir uns kompetent und gut beraten fühlten. Sie klärte uns über unsere Rechte auf (unter anderem auch, dass wir nur einen gesetzlichen Anspruch auf einen Teilzeitplatz hätten). Sie gab uns Empfehlungen und Adressen von Tagesmüttern direkt in der Stadt, in der ich arbeite und erklärte uns, dass wir darüber sofort mit dem Jugendamt sprechen sollten, ob sie denn überhaupt die Kosten übernehmen.

Hier in Rheinland-Pfalz, gibt es ab dem zweiten Lebensjahr, keine Kitagebühren. Die Kitas sind also beitragsfrei, vorrausgesetzt man bekommt einen Kitaplatz.

Wir informierten das Jugendamt über unser Vorhaben und sie zeigten Verständnis für unsere Lage. Sie boten uns an, dass sie uns genauso unterstützen, wie sie es mit der Krippe getan hatten. Das heißt also weiterhin, dass wir 330 €/Kind an das Jugendamt bezahlen und dafür übernehmen sie weiterhin 4€ pro Std/Kind. Was hatten wir also für eine Wahl? Hätten wir also einen Vollzeit Kitaplatz bräuchten wir gar nichts bezahlen. Klingt für mich alles ein wenig konfus.

Wir nahmen an und suchten am darauffolgenden Tag nach einer passenden Tagesmutter. Ich telefonierte alle Tagesmütter ab, es waren 4 an der Zahl und machte für die darauffolgende Woche, an jedem Tag einen Termin aus. Meine Frau musste von Montag bis Donnerstag die Kinder abholen und wir trafen uns zusammen bei der jeweiligen Tagesmutter. Es war wirklich stressig.

Von den Tagesmüttern die wir dort gesehen hatten, waren wir beide von allen sehr begeistert. Jede hat einen wirklich sehr guten Eindruck hinterlassen und so entschieden wir uns für die Tagesmutter, die auf dem Weg zur Arbeitsstelle lag und am kostengünstigsten war, denn jeder Cent der über die 4 € ging müssen wir ja komplett selbst übernehmen und das kann sich bei 2 Kindern ganz schnell summieren.

Endlich haben wir unsere  Kinder, ab April 2016  gut unter und wir müssten uns diesbezüglich keine Sorgen mehr machen, wäre da nicht unsere tolle Gemeinde.

Sie boten uns ganz plötzlich zum April zwei Vollzeit Kitaplätze an. Toll dachte ich erst, denn unsere Kitas haben auch von 07 – 17 Uhr geöffnet, das ist eigentlich perfekt, wäre es denn den Kindern zumutbar!!!?

Da war er wieder, der Haken. Wir dürfen unsere Kinder nur 7h Stunden z.B. von 08 – 15 Uhr zur Kita bringen,  das Jugendamt empfielt nur 7h täglich für unter 3 jährige, denn mehr wäre nicht zumutbar. Mann nennt es hier „Berliner Modell“. Sollen wir jetzt unseren Arbeitgebern sagen, dass wir nur noch nach dem „Berliner Modell“ arbeiten können? Wir entschieden uns, dass Geld zu bezahlen und die Kinder bei der Tagesmutter zu lassen, damit wir weiterhin unserer Arbeit nachgehen können. Auch wenn es sich finanziell nicht lohnt, so möchten wir doch ein Vorbild für unsere Kinder sein und ihnen keine Arbeitslosigkeit vorleben.

Ich hoffe, dass wir eine totale Ausnahme und ein absoluter Einzelfall sind, denn wenn nicht muss ich leider sagen, dass der Staat in vielen Jahren versagt hat und sich über die  schwindenden Fachkräfte nicht wundern muss. Für uns hoffe ich, dass wir nach 2 Jahren Kampf und Krampf endlich eine Lösung gefunden haben, auch wenn sie erstmal nicht optimal ist.

Wir sind sehr gespannt, ob wir ab 3 Jahren zwei Kitaplätze bekommen, die dann voll Vollzeit sind.

Euer Sven

 

Behörden und andere Schwierigkeiten

Seit einem halben Jahr gehen unsere 2 in die private Krippe und wir sind wirklich glücklich damit. Die Kinder haben Spaß und lernen auch unglaublich viel. Leider nimmt diese Krippe die Kinder nur bis zum zweiten Lebensjahr, da die Kinder dann zu alt werden und nicht mehr gut genug gefördert werden können, was ich wirklich gut nachvollziehen kann.

Zu unserem Glück besteht ab dem zweiten Lebensjahr eine gesetzliche Pflicht für einen Kitaplatz, was zu unserem Pech noch lange nicht bedeutet, dass wir den auch bekommen. Ein halbes Jahr hätten wir noch Zeit, fragten aber dennoch vorsichtig nach, wie unsere Chancen stehen, einen Kitaplatz zu bekommen. Da wir einen privaten Krippenplatz haben und uns nicht weiter gemeldet hatten, wurden wir aus der Liste herausgenommen in der Annahme, dass wir keinen Kitaplatz mehr brauchen, so unsere Gemeinde.

Jetzt waren wir geschockt, wir müssen also unsere Kinder komplett neu anmelden und stehen in der Warteliste wieder ganz hinten. Wir verstanden die Welt nicht mehr, suchten 2 mal den Bürgermeister auf. Er versprach uns sich darum zu kümmern und sich dann bei uns zu melden. Leider meldete er sich nicht. Auf Nachfrage meinte er, er hätte die falsche Nummer. Die Sekretärin teilte uns dann mit, dass wir nur noch mit Termin vorbei kommen sollten. Ein Anruf und frage nach einem Termin kam dann die Antwort, er ist im Urlaub. 2 Monate später das gleiche Spiel. So nahmen wir uns eine Anwältin zu Rate. Wir suchten einen Anwalt für Familienrecht, doch Kita-Angelegenheite laufen grundsätzlich unter dem Verwaltungsrecht.

Unser Anwalt pochte darauf, dass wir einen Anspruch haben auf einen Vollzeitplatz. Er kontaktierte das zuständige Jugendamt und unserem Bürgermeister, etwas Schriftliches bekamen wir nicht. Ich versuchte ihn anzurufen, war aber kaum zu erreichen. Wir zweifelten nicht nur, sondern langsam verzweifelten wir. Ich suchte Rat beim Kinderschutzbund, die uns dann über die gesetzliche Lage in Rheinland Pfalz kompetent aufklärte und dies entsprach nicht dem, was unser Anwalt uns gesagt hatte. Ich war sauer, versuchte unseren Anwalt zu kontaktieren, leider ohne Erfolg. Zur gleichen Zeit hatte meine Frau einen Termin beim Jugendamt, wo sie erfuhr, dass das Jugendamt nie etwas von unseren Anwalt gehört hatte. Ich war sauer.

Da ich ihn am Telefon nicht erreichte, fuhr ich also in ihre Kanzlei. Natürlich war niemand vor Ort, so ging ich zu seiner privaten Wohnung. Ich klingelte und ein Mann kam heraus. Freundlich erkundigte ich mich, ob ich denn mit unseren Anwalt sprechen könnte, woraufhin er mir sagte, er sei nicht da. Natürlich nicht. Auf dem Rückweg rief ich in seiner Kanzlei an und sprach auf seine Mailbox, dass ich seinen Rückruf erwarte oder ich mich gezwungen sähe, ihn bei der Anwaltskammer zu melden. Eine Woche später kam ein Brief von unseren Anwalt, in dem stand, dass er alles nach bestem Gewissen getan und uns den Schriftverkehr geschickt hätte. Nur bekommen hatten wir leider nichts. Der nächste Absatz war noch besser, wo zu lesen war, dass ich Anrufe und Besuche in seiner privaten Wohnung unterlassen solle, da er sich dadurch bedroht fühlte. Wir fielen vom Glauben ab.

Kurze Zeit später, bekamen wir eine Zusage für die Kitaplätze, allerdings nur Teilzeit. Die Zeiten wären dann von 08 – 12 Uhr, wir müssten sie dann abholen und könnten sie dann von 14 – 16 Uhr wieder hinbringen. Wir arbeiten beide von 07:00 – 16:30 Uhr, eine Tagesmutter war für zu überbrückende Zeit auch nicht in Sicht, so resignierte ich und beschloss, mich arbeitslos zu melden. Aber mit einem Teilzeit-Kita-Platz bekommt man auch nur Teilzeit-Arbeitslosengeld, da man dem Amt nicht jederzeit zur Verfügung steht.

In der darauffolgenden Woche ging ich also zum Arbeitsamt und suchte das Gespräch. Ich fühlte mich unwohl. Ich meldete mich an der Anmeldung und registrierte mich. Anschließend ging es dann weiter ins nächste Abteil. Ich erzählte der Mitarbeiterin alles, worauf sie die Leiterin des Amtes holte. Nun wurde ich erst einmal aufgeklärt, dass ich das Arbeitslosengeld nicht komplett bekomme, sondern nur für die Zeit, in der meine Kinder einen Platz in der Kita hätten. Zudem würde ich eine dreimonatige Sperre bekommen, da keine vorhandene Kinderbetreuung kein triftiger Grund wäre, um seine Arbeit aufzugeben!!! Ich fragte sie natürlich was ich denn in der Zeit mit den Kindern machen sollte, worauf sie natürlich keinen Rat wusste. Das ganze Gespräch lief ruhig und sachlich ab, so konnte ich es den Mitarbeiterinnen anmerken, dass es ihnen wirklich leid tat, aber sie so handeln mussten.

Verzweifelt fragten wir nun bei unserer Krippe nach, ob wir den jetzigen Platz nicht noch ein wenig verlängern könnten. Sie waren so kulant und freundlich und verlängerten die Plätze um weitere 4 Monate. Die Teilzeitplätze der Kita mussten wir absagen, da es wirklich keinen Sinn machte. Zudem wollten wir unseren Kinder nicht zumuten, die 2h Teilzeitunterbrechung, noch bei einer Tagesmutter verbringen zu müssen. Das man die Kinder an einem Tag 4 mal hin- und herschiebt, kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein! Wenigstens konnten wir ein wenig Zeit herausschlagen, um einen geeigneten Platz für unsere Kinder zu finden, ob das dann klappte, könnt ihr im nächsten Beitrag lesen.

Euer Sven