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Schnullifee

Kennt ihr es auch? Ständig wird der Schnuller eingefordert und es wird so lange und so laut geschrien, bis der Schnuller im Mund ist. Danach kommt ein breites grinsen, nach dem Motto „Geht doch, warum nicht gleich so!?“.

Es war wirklich ein Krampf, unseren beiden den Schnuller abzugewöhnen. Bis zum 1 1/2 ten Lebensjahr benutzten sie den Schnuller ständig und er war bei beiden ein ständiger Begleiter. Nach dieser Zeit wollten wir es dann doch reduzieren, es war uns schlichtweg zuviel. Also fingen wir damit an, den Schnuller am Tage weg zu lassen. Wir erklärten beiden, dass es ihn nur noch zur Schlafenszeit gibt. Dummerweise wollten sie nur noch ins Bett.

Mit viel Durchsetzungsvermögen erreichten wir dann endlich unser Ziel und der Schnuller war nur noch ein Thema, wenn es ins Bett ging. Was uns erstaunte war jedoch, dass sie in der Krippe keinen Schnuller brauchten, weder beim Spielen oder beim Mittagsschlaf. Zu Hause jedoch war das einschlafen ohne Schnuller undenkbar.

 

Solange sie schliefen

Nachdem die Kinder eingeschlafen waren, verloren sie meist den Schnuller. Entweder wurde er unter der Decke verkramt oder er fiel komplett aus dem Bett. Eigentlich kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt als sie wach wurden. Mitten in der Nacht gab es dann das Geschrei. Ununterbrochen wurde nach dem „Nunny“ -so nannten wir ihn liebevoll-  gerufen, bis sich einer von uns erbarmte, ins Kinderzimmer ging und den Schnuller suchte. War der Schnulli wieder da, schliefen die beiden direkt weiter und auch wir konnten direkt weiter schlafen, mit der Hoffnung, sie behielten ihren Schnuller bei sich.

Ab dem 2ten Lebensjahr wurde dies leider immer schlimmer und die nächtlichen Unterbrechungen kamen immer häufiger vor.  Wir waren bedient und wollten den Schnuller einfach nur noch loswerden, aber wie? Wir redeten mit den Kindern, dass sie groß sind und ihn nicht mehr brauchen, wir haben unserer Tochter Ohrringe versprochen, wenn sie den Schnuller weg ließe, denn sie wünscht sich so sehr Ohrringe, doch der Schnuller war wichtiger. Wir ließen den Schnuller einfach weg, doch es gab lautes Geschrei und an einschlafen war nicht zu denken. Ständig ließen wir uns etwas neues einfallen, doch an schlafen ohne Schnuller war nicht zu denken. Wir waren wirklich ratlos.

 

Wir haben es geschafft

Vor wenigen Tagen fanden wir einen tollen Beitrag auf dem Blog  www.gewuenschtestes-wunschkind.de und wollten es sofort ausprobieren. Wie jeden Morgen packten die beiden ihre Schnuller ritualmäßig in der Schublade. Während unsere Kinder im Wohnzimmer spielten, holte meine Frau die Schnuller heraus und versteckte sie. Als Nächstes malte sie den Schnuller ans frisch installierte Maßband an der Wand, denn wir wollten ja schließlich sehen, wie groß unsere beiden sind. Noch vor dem Mittagsschlaf schlug meine Frau den Kindern vor, zu schauen wie groß sie geworden sind.

Mit großer Begeisterung stellten sie sich an die Wand. Sie sind jetzt 2 1/2 Jahre alt und doch schon 92 cm groß. Wachst doch bitte nicht so schnell!!!

Voller Begeisterung zeigten wir die Zeichnung vom Schnuller auf dem Maßband und fragten „Wisst ihr eigentlich was das bedeutet?“ Gespannt hörten sie zu und meine Frau erzählte weiter: „Ihr seid jetzt 92 cm groß und die Zeichnung besagt, dass die Schnullifee da war. Da ihr sie nicht mehr braucht, hat sie eure Schnullis mitgenommen und den kleinen neugeborenen Babys gegeben, die  die Schnullis ganz dringend brauchen.“  Das Ganze mehrmals, und auch so gezeigt, als würde es dort stehen!

Danach herrschte ersteinmal Ruhe und wir sahen den beiden richtig an, wie sie überlegten. Schließlich fingen sie an zu lächeln und sagten laut „JA“.

 

Schlafen ohne Schnuller

Wir redeten ab jetzt nicht mehr soviel darüber. Wenn sie fragten, erzählten wir die Geschichte noch einmal und begeisternd hörten sie zu. Nun war es soweit, Mittagsschlaf stand an. Es hört sich vielleicht unglaublich an, aber wir legten sie hin und sie fragten kurz nach dem Schnuller. Wir erzählten kurz von der Schnullerfee und dann war es ok und sie schliefen beide OHNE SCHNULLER ein.

Wir konnten es gar nicht glauben, es schien tatsächlich zu funktionieren. Sie schliefen dieselbe Zeit, als würden sie mit dem Schnuller schlafen. Als sie wieder wach wurden, platzten wir vor Stolz und das sagten wir den beiden auch. Der Nachmittag verlief gewöhnlich ab. Sie spielten und wir unternahmen etwas. Die Frage nach dem Schnuller blieb aus.

Nun ist es Abend und wir waren gespannt, wie das einschlafen funktionieren würde und vor allem wie die Nacht verläuft. Kurz vorm schlafen gehen stellten sich beide noch einmal an das Maßband und wir erzählten ihnen noch einmal von der Schnullifee die den Neugeborenen ihre Schnullis gegeben hat, da sie die auch ganz dringend bräuchten. Es verlief überraschend reibungslos. Sie schliefen ohne den Schnuller ein und fragten auch nicht mehr danach. Sie wurden in der Nacht auch mal kurz wach, aber es war sofort wieder Ruhe. Seit langer Zeit hatten wir wieder eine Nacht, wo keiner aufstehen musste. Wir hätten wirklich nicht erwartet, dass es so einfach und lautlos vonstatten gehen wird.

 

Fazit

Einige Nächte sind jetzt nun vergangen und unsere Kinder sind immer noch schnullerfrei. Die Nächte sind jetzt ziemlich ruhig geworden und auch unsere beiden sind wirklich entspannt. Wir hätten es so gar nicht erwartet, da wir das Gefühl hatten, dass es mit dem Schnuller schon wie eine Sucht war, besonders beim schlafen. Die Schnuller haben wir alle eingesammelt und entsorgt (an einen geheimen Ort – man weiß ja nie) in der Hoffnung, dass wir sie nie wieder brauchen werden.

Einen großen Dank an Danielle für diesen tollen Beitrag von www.gewuenschtestes-wunschkind.de. Ohne diesen Beitrag hätten wir heute noch unterbrochene Nächte.

Den passenden Beitrag findet ihr nochmal hier: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/02/schnullerentwoehnung-wie-man-nuckel-schnuller-abgewoehnen-kann.html

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Beitrag ebenfalls ein wenig helfen und wünsche euch eine erfolgreiche Schnullerentwöhnung.

 

Euer Sven