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Koh Samui

Die Fahrt mit der der Fähre war recht lang aber sehr schön. Wir fuhren um Halb-Koh Phangan, von Strand zu Strand und sammelten die Leute ein. Es sah wirklich immer witzig aus, wie Leute versuchten ihre Trolleykoffer am Strand entlang zu ziehen und es gab desöfteren auch keinen Bootssteg, so dass sie ihre Koffer hochhalten mussten, während sie durchs Wasser zum Boot gingen. So ein Rucksack ist schon sehr praktisch für so eine Reise. Hier ein paar Bilder von der Fahrt mit der Fähre:DSC_7520

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Angekommen in Koh Samui ging es recht stressig zu. Wir kamen an einem, veralgten und ungepflegten, Strand an. Nicht wirklich ein Ort wo wir bleiben wollten. Wir nahmen uns ein Sammeltaxi und fuhren nach Bo Phut. Meine Frau war vor Jahren schon einmal dort gewesen und fand es dort wunderschön. Dort angekommen, erschrak meine Frau, wie es dort mittlerweile aussah. Alles komplett verbaut und wahnsinnig viel Verkehr. Sie war traurig, dass sie mir so etwas zumutete und man eine so schöne Natur kaputt macht, um Hotels und Infrastruktur zu schaffen und ich fühlte mit. Wenn ich daran denke, dass die traumhaften Strände auf Koh Phangan genauso verbaut werden könnten wie auf Koh Samui, dann könnte ich heulen. Wir hatten nur 3 Nächte Aufenthalt auf Koh Samui, bevor unser Flieger nach Bangkok ging, also beschlossen wir da zu bleiben. Da wir kaum Geld ausgegeben hatten, waren wir uns einig eine etwas gehobenere Klasse als Hotel zu buchen. Wir fanden schnell eines für nur 700 Baht. Man brachte uns ein Stück weiter zu einem Bungalow. Es war sehr gemütlich. Wir packten schnell die Sachen rein und gingen direkt zum Pool, der direkt bei den Bungalows war. Dann kam der Schreck. Plötzlich lärmte und bebte alles und wir erschraken uns mal wieder. Was es war, seht ihr auf dem nächsten Bild:

Unser Bungalow
Unser Bungalow

Wir wohnten und badeten also direkt unter der Startzone vom Flughafen. Super………………. Zu unserem Glück hatten wir nur für eine Nacht gebucht und es flog nur alle halbe Stunde ein Flieger los. Wir machten das beste daraus, zogen uns um und gingen zum Big Buddah. Eine riesige Touristenzone und völlig überlaufen. Wir gingen umher, schauten uns um und fanden ein tolles Lokal wo wir wirklich gut gegessen hatten. Anschließend gab es eine Massage und am späten Nachmittag gingen wir in ruhigere Ecken wo wir gemütlich spazieren konnten. Spät Abends gingen wir zurück, legten uns hin und schliefen schnell ein. Nachts schien kein Flugzeug abgehoben zu sein, zumindest hatten wir gut geschlafen. Ein Wecker brauchten wir trotzdem nicht, denn am frühen Morgen standen wir im Bett, als die erste Turbine unsere Kopfkissen erreichte. Wir duschten schnell, machten uns fertig und nix wie weg. Meine Frau wollte in das Hotel, wo sie schon einmal übernachtet hatte. Wir fanden es sehr schnell und der Besitzer erinnerte sich sogar noch an meine Frau. Wir bekamen für 1100 Baht die Nacht ein wirklich luxuriöses Zimmer mit abgetönten Panoramafenster direkt mit Blick aufs Meer. Es war traumhaft. Auch die Anlage war wirklich sehr schön. Wir checkten ein, sahen uns um und entspannten uns. Kein Fluglärm oder sonstiges. Anschließend gönnten wir uns wieder eine Massage. Am Abend gingen wir die Straße entlang und sahen ein älteres Thai-Paar, die Essen gekocht und verkauft hatten. Es sah aus wie eine große Schubkarre mit Kochkessel und oben drüber hing das Fleisch. Wir bestellten uns etwas und es war wirklich köstlich und wahnsinnig billig. Sobald der Teller leer war, wurde auch sofort wieder was aufgefüllt. Am Abend zog ein Sturm auf. Wir gingen Chips und weitere Süßigkeiten holen und verschwanden in unser Zimmer. Wir lagen auf unserem Bett und sahen entspannt aus dem Fenster wie der Sturm wütete. Es ging die ganze Nacht, wir schliefen trotzdem fantastisch, denn es war auch das erste Zimmer, dass dauerhaft Strom und eine Klimaanlage hatte.

Am nächsten morgen frühstückten wir gut und gönnten uns wieder eine Massage. Ich hatte nach diesem Urlaub keine Rückenschmerzen mehr und war wirklich tiefenentspannt. Wir lagen ein wenig am Strand und gingen wieder zu dem Pärchen essen. Wir ließen dann auch diesen Tag gemütlich ausklingen und bereiteten uns auf unsere Abreise vor, denn wir mussten schon 4 Uhr früh auf zum Flugafen.

Thailand – Die vorerst letzte Reise

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Ko Phi Phi

 

Reisevorbereitungen

Uns war von vornherein bewusst, dass dies unsere vorerst letzte Reise sein wird. Wir entschieden uns für eine Backpacker Reise durch Thailand. Meine Frau war schon vor Ort, worauf ich mich zu 100 Prozent auf sie verließ.
Wir suchten, über diverese Flugportale, ein halbes Jahr im voraus den günstigsten Flug, ohne genau zu wissen, wann er denn letzendlich abhebt. Wir fanden dann einen super Flug für 479 € pro Person, nach Bangkok und 3 Wochen später wieder zurück. Dazu kamen Inlandsflüge von Bangkok nach Krabi und von Ko Samui wieder zurück nach Bangkok. Diese Inlandsflüge buchten wir spontan und kosteten zusammen für 2 Personen ca 150 €. Das war dann erstmal die „grobe“ Reiseplanung. „Alles weitere macht man vor Ort spontan“, so meine Frau!       Hmmmmmm?

Was nahmen wir mit? Ich hatte einen 80l Trekkingrucksack und meine Frau hatte einen mit 60l.  Wir packten nur das Allernötigste ein, da Bangkok ein Shoppingparadies ist und es überall Möglichkeiten gibt, die Wäsche waschen zu lassen.  Unsere Tour planten wir auf einer Karte, es sollte von Bangkok nach Krabi und anschließend nach Ko Phi Phi gehen. Danach wollten wir  nach Koh Tao, dann Ko Phangan und anschließend nach Ko Samui, von dort zurück nach Bangkok. Einen Zeitplan hatten wir uns nicht gesetzt, ebenso nicht, wie wir von A nach B kommen. Wir wollten uns nicht direkt stressen und kontaktierten Freunde aus Bangkok, die sich den ersten Tag uns annahmen und für uns ein schönes und günstiges Hotel am Stadtrand für 400 Baht organisiert hatten.

1 Euro entsprachen fast 40 Baht.

Das war es dann auch schon an Vorbereitung und wir freuten uns schon wahnsinnig auf unsere gemeinsame Zeit, und die war wirklich verrückt und schön.

 

Bangkok

Nun ist es soweit. Es war im März 2013, wir fuhren mit dem Auto nach Frankfurt, wo wir es bei Freunden unterstellten und dann ging es mit der Bahn zum Flughafen. Unsere Laune war fantastisch. Wir flogen 7 Stunden bis nach Bahrain und nach nur 1 Stunde Aufenthalt dort, flogen wir weitere 8 Stunden bis nach Bangkok. Wir sind morgens, thailändischer Zeit, angekommen, waren ziemlich müde aber unsere Laune war dennoch super. Nachdem wir uns schnell sommerlich umgezogen (Sommersachen im Handgepäck) hatten, wurden wir auch schon abgeholt. Wir wurden wirklich freundlich empfangen und ich fühlte mich gleich wohl. Wir fuhren ins Hotel, checkten ein und holten danach noch 2 weitere Freunde ab. Der erste Weg war zum Markt. Ich sah keine Touristen, aber ne Menge Thais die uns erstaunt anblickten.  Das Essen dort sah wirklich fantastisch aus, es dauerte auch nicht lange, bis jeder sich etwas geholt hatte. Mit dem Essen ging es auf ein Boot, wo wir eine tolle Flussrundfahrt machten. Fragt mich bitte nicht, welcher Markt oder welcher Fluss es war. Der Fluss war übersät von Karpfen, ich glaube ich habe noch nie so viele Fische freilebend auf einer Stelle gesehen. Von europäischen Touristen fehlte weiterhin jede Spur und das genossen wir besonders.

Rundfahrt in Bangkok               DSC_6910

Nachdem diese tolle Fahrt beendet war, fuhren wir in einem Kulturpark. Die Eintrittspreise für Europäer waren teurer, als für die Thais. Es wurde eine tolle Show angeboten, doch die Elefanten taten mir doch irgendwie leid, auch wenn es nicht so aussah als würde es ihnen schlecht gehen, aber hört ja immer wieder negatives darüber. Ansonsten gab es dort eine tolle Show, auch ohne Elefanten.

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Nach diesem Erlebnis, überkam uns dann doch die Müdigkeit. Wir verließen den Park und fuhren zu einer kleinen Shoppingmeile am Chao Phraya River. Im Auto bin ich sofort eingeschlafen. Am Ziel angekommen, hatte ich keinen Elan mehr überhaupt noch etwas zu tun. Die Shoppingmeile war recht überschaulich und sehr modern, direkt am Fluss war es  wunderschön. Danach fuhren wir wieder ins Hotel, wir verabschiedeten uns und wir bedankten uns für den wirklich tollen ersten Tag.  Wir vielen ins Bett und hatten keinen Plan wie der nächste Tag weitergehen soll.

Chao Phraya River
Chao Phraya River

Jetzt geht die Reise ohne Hilfe weiter

Nachdem wir am nächsten morgen ausgeschlafen hatten, überlegten wir uns wie die Reise weitergeht. Dadurch, dass wir den ersten Tag durchgemacht hatten, fühlten wir uns wieder richtig gut und hatten auch weiterhin keine Probleme mehr mit den Jetlag. Wir entschieden uns für den Besuch, der für Touristen berühmten, Khaosan Road. Wir informierten uns mit welchem Bus wir dort hinfahren könnten und selbst dieses Erlebnis war aufregend. Wir stiegen in den passenden Bus und der Kassierer konnte kein Wort Englisch, so auch der Rest der Passagiere. Wir versuchten uns über eine Gruppe Schüler zu verständigen, was leider auch nicht klappte. Ich gab ihm ein paar Baht, bis er sagte ok, dann saßen wir. Mit neugierigen Blicken wurden wir angestarrt und die Gruppe Schüler fanden es toll, mit uns zu kommunizieren, auch wenn keiner auch nur annäherend etwas verstanden hatte. Wir genossen die Fahrt wirklich sehr, es hatte echt viel Charme mit diesem alten fensterlosen Bus mit all seinen Ventilatoren, mitzufahren. Schließlich kamen wir aber an. Die Khaosan Road ist eine 400m lange und relativ schmale Straße, die stark belebt war. Eine regelrechte Touri-Meile. Da ich so etwas noch nie gesehen hatte, staunte ich mit großen Augen, wie ein kleines Kind. Wir haben dort gegessen und sind die Straße 2 mal hoch und runter gelaufen. Ständig gab es dort neue Eindrücke und jeder, der das erste mal in Bangkok ist, muss diese Straße unbedingt besuchen. Ich gönnte mir dort meine erste Ölmassage und meine Frau ihre erste Fußmassage. Es war, trotz Trubel,  sehr entspannend.

Kurzdarauf kam ein Tuk Tuk Fahrer und bot uns eine Rundfahrt, für erstaunlich wenig Geld an.

Tuk Tuk
Tuk Tuk

 

Als erstes fuhren wir zu einer Tempelbesichtigung,  dort erwartete uns eine nette Frau. Sie befragte uns über unseren Reiseverlauf, ohne dass wir misstrauisch wurden. Danach erzählte sie uns, dass überall alles ausgebucht wäre, da Hochsaison ist und es besser wäre, wenn wir in einem Reisebüro buchen würden. Wir besichtigten bei 40°C  ca. 1 Stunde den Tempel, dann nahm sich der Tuk Tuk Fahrer uns wieder an. Wir fuhren weiter und er schleppte uns doch tatsächlich ins Reisebüro. Wir gingen rein, und ein Reiseleiter nahm uns an. Er hörte sich unsere Planungen an und stellte uns eine Reise zusammen. Wir lehnten dankbar ab, da wir keine feste Reise möchten und möglichst flexibel bleiben wollten. Wir gingen raus und dort empfang uns dann unser mittlerweile, etwas mies gelaunter Tuk Tuk Fahrer, der uns dann fragte, warum wir nichts gebucht hatten. Weiter ging die Fahrt ins Schmuckgeschäft, wo wir wieder nichts kauften und unser Tuk Tuk Fahrer noch grimmiger wurde. Wir fuhren weiter in eine Schneiderei. Da tat uns der Tuk Tuk Fahrer einen großen Gefallen. Wir wollten im September heiraten und ich brauchte noch ein Anzug. Ich suchte mir ein schönen „Designer“-Anzug aus, der Schneider nahm mir meine Maße ab,  ich bezahlte den Anzug an und wollte ihn auf dem Rückweg mitnehmen. Anschließend gingen wir wieder zu unserem Fahrer, der (obwohl wir etwas gekauft hatten) mittlerweile richtig schlecht gelaunt war und wir schon leicht Angst bekommen haben. Irgendwie wollten wir nicht mehr so recht mit ihm weiterfahren. Bevor ich dann zum Tuk Tuk Fahrer ging, entschloss ich mich, an dem nebenanliegenden Kiosk Bier zu kaufen. Ich überredete den Tuk Tuk Fahrer, dass er sich mit uns auf eine Bank setzt und mit mir ein Bier trinkt. Das Bier schlug schnell bei ihn an und er ist schon nach der zweiten Flasche eingeschlafen, woraufhin wir uns aus den Staub machten (bezahlt hatten wir im voraus). Wir waren regelrecht erleichtert ihn losgeworden zu sein. Fazit: Fahrt also bitte nicht bei solchen dubiosen Rundfahrten mit.

Besuch einer Tempelanlage
Besuch einer Tempelanlage

 

Als nächstes suchten wir ein Zimmer. In der Gegend war es wirklich gar nicht so einfach noch eines zu bekommen. Schließlich fanden wir ein Hotel, wo der Hotelier uns ein Zimmer anbot, aber auch gleichzeitig warnte, dass es etwas laut werden könnte. Wir besichtigten das Zimmer, es hatte statt Fenster nur Fliegengitter, aber es war sauber und ok. Wir dachten, dass das bisschen Strassenlärm schon nicht so schlimm sein wird und buchten dieses Zimmer für eine Nacht. Wir gingen dann nochmals zur Khaosan Road und genossen den Abend, bis wir dann gegen 22 Uhr ins Hotel gingen. Wir legten uns hin und machten die Augen zu und dann kam er, der Lärm.  Andere Straßenseite öffnete eine Disco ihe Pforten, welches ebenfalls keine Fenster hatte. Ich dachte mein Kopfkissen wäre eine Bassbox und natürlich haben wir in der Nacht kaum ein Auge zu gemacht. Das ist also „ein bisschen Lärm“? Wir freuten uns wahnsinnig als die Nacht vorüber war, denn am nächsten Tag sollte schon unser Flug nach Krabi gehen. Wir nahmen uns ein Taxi und baten ihn, vorher nochmal an der Schneiderei anzuhalten, um den in der Nacht genähten Zwischenstand anzuprobieren.

In der Zeit,  wo wir in der Schneiderei waren, muss unser Taxifahrer erstmal einen Joint geraucht haben, anders kann ich mir diese Fahrt zum Flughafen nicht erklären. Wir fuhren auf einer 4-spurigen Straße mitten in einen Stau hinein, kein Problem dachte ich mir. Als Problem sah ich aber, dass sich der Stau auflöste und wir auf der Überholspur standen und unser Taxifahrer seelenruhig schlief. Der Verkehr lief wieder fließend und nur noch wir standen. Der Taxifahrer erschrak, als ich ihn weckte fuhr aber dann sofort los. Bis zum Flughafen war es ganz schön weit und der Taxifahrer machte uns Angst. Trotz, dass er sein Autoradio voll aufgedreht hatte, ist er ständig während der Fahrt eingenickt. Ich beobachtete ihn die ganze Fahrt im Spiegel und rüttelte ständig seine Schulter. Als wir dann heil und unversehrt am Flughafen ankamen, sagte er: wir sollen ihm das bezahlen, was uns die Fahrt wert war.  Wir gaben ihn für das lange Warten an der Schneiderei und die Fahrt dann 200 Baht und waren froh, noch am Leben zu sein. Am Flughafen ging es recht schnell, wir checkten ein, stiegen in den Flieger und freuten uns auf Krabi.

 

Krabi

Nach einem angenehmen Flug, landeten wir am Nachmittag in Krabi. Einen Plan hatten wir soweit, dass wir uns ein Zimmer suchen wollten. Wird bestimmt nicht einfach, denn im Reisebüro erzählten sie uns schließlich, dass Hochsaison ist und fast alles ausgebucht wäre, nunja.

Wir lernten am Flughafen ein amerikanisches, nettes Pärchen kennen. Sie boten uns an, mit ihnen ein Taxi zu teilen und zu ihrem Hotel mit zu fahren. Wir fuhren mit und in ihrem Hotel  bekamen wir für 500 Baht ein schönes Zimmer. Wir checkten ein und entschlossen uns, ein wenig durch die Stadt zu gehen. Wir gingen zum Markt was essen, anschließend gönnte sich meine Frau eine Massage, während ich mich auf einer Terrasse vor einer Bar gesetzt habe und mein Bier genoss. Anschließend ging es zum Strand. Nach dem Stress in Bangkok, genossen wir die Ruhe in Krabi wirklich sehr und wir bewunderten die schöne Landschaft

Krabi
Krabi

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Nach einem angenehmen Abend und einer ruhigen Nacht, besorgte unser Hotelier uns ein Taxi zur Fähre. Wir sind besonders früh los, da wir nicht wussten, ob wir in Koh Phi Phi noch ein Zimmer bekommen. Im Notfall hätten wir ja wieder zurück fahren können. Es verlief alles reibungslos. Wir fuhren zur Fähre, holten uns ein Ticket und fuhren ohne Stress rüber nach Koh Phi Phi.

Überfahrt nach Koh Phi Phi
Überfahrt nach Koh Phi Phi

 

 

Koh Phi Phi

Auf der Insel angekommen, war es unsere erste Aufgabe, ein Zimmer zu finden. Wir hatten wirklich bedenken, ob wir überhaupt etwas bekommen. Wir stiegen von der Fähre und es kam eine Horde Thais mit Fotobücher auf uns zu. Sie wollten einfach nur ihre Unterkünfte an den Mann bringen. Wir suchten uns aus den Bücher ein schönes Zimmer aus, welches wir dann für 700 Baht die Nacht buchten. Wie lange wir dort bleiben wollten wussten wir noch nicht. Dann kam ein Thai mit einer großen Schubkarre, wo wir unser Gepäck rauf warfen und er ging mit hohem Tempo voraus. Er ist fast gerannt und wir hatten zu tun, dass wir ihn in den engen Gassen nicht verlieren. Motorisierte Fahrzeuge gab es auf der Insel nicht.

Unser Weg zur Pension
Unser Weg zur Pension

In der Pension angekommen, erwartete uns eine nette Frau und ein angenehmes Zimmer. Wir brachten unser Gepäck hinauf und machten uns auf den Weg zum Strand.  Wir warfen unsere Handtücher aus und legten uns genüßlich in den weichen Sand. Dort herrschte eine wunderbare Ruhe, denn die meisten Leute waren auf der Full Moon Party auf Koh Phangan. Später gingen wir spazieren, wo wir 2 amerikanische Piloten kennenlernten. Wir verstanden uns super, auch wenn mein Englisch eine mittlere Katastrophe war, haben sie doch teils verstanden was ich sagte und kurioserweise habe auch ich sie verstanden.

Strand am Tag
Strand am Tage

Wir verabredeten uns zum Abend in einem Pad Thai-Nudel Imbiss und lernten 2 nette Mädels aus Holland kennen. Unsere Gruppe wurde immer größer. Jeder ging im Anschluß in seine Pension, machte sich nochmal zurecht und wir trafen uns dann wieder am Strand. Mittlerweile war an diesem Strand nichts mehr von Entspannung zu sehen, es war vielmehr ein reiner Partystrand. Feuerspucker oder Limbotanz waren nur 2 Sachen, die dort geboten wurden. Die Stimmung war wirklich super.

Strand am Abend
Strand am Abend

Nachdem wir ausgiebig gefeiert und die Nacht wundervoll geschlafen hatten, brauchten wir ein ausgiebiges Frühstück. Ich fing an, ein ganz normales Brötchen zu vermissen. Stattdessen gab es, wie fast jeden Morgen Toast mit Ei oder es gab Pad Thai zum Frühstück. Nachdem wir gegessen hatten, gönnte sich meine Frau wieder eine Massage. Da unsere Pension direkt neben der Treppe zum View Point war, entschloss ich mich, diesen zu besichtigen. Ich ging also die lange Treppe hoch und kam am Viewpoint 1 an. Der Ausblick war schon wunderschön, ich ging weiter einen wundervollen Weg entlang, bis ich endlich den Viewpoint 2 erreichte. Der Ausblick war fantastisch und ich genoss ihn sehr.

Weg zum Viewpoint 1
Weg zum Viewpoint 1
Viewpoint 1
Viewpoint 1
Weg zum Viewpoint 2
Weg zum Viewpoint 2
geschafft, Viewpoint 2
geschafft, Viewpoint 2

Nachdem ich wieder unten war, beschlossen wir, eine Kajaktour zu machen. Wir liehen uns ein Doppelkajak aus und machten uns auf den Weg um die Insel. Auf dem Weg trafen wir unsere amerikanischen Freunde vom Vortag. Wir erzählten kurz, machten Fotos und planten unseren Treffpunkt für den Abend. Wir fuhren weiter und hinter einem Felsen kam ein wunderschöner Strand. Hinter dem Strand war es so dicht bewachsen, dass es nur mit dem Boot möglich war dorthin zu kommen, doch der Strand war besetzt. Einige Affen machten sich dort breit. Sie sahen ganz niedlich aus, als sie aber unsere Wasserflaschen gestohlen hatten, fand ich sie nicht mehr so niedlich. Ich habe mit dem Paddel versucht sie von unserem Kajak fern zu halten, sie waren aber daraufhin sehr agressiv und ich hatte gehörigen Respekt. Wir waren auf Monkey Island gelandet.

Monkey Island
Monkey Island

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Als wir die Kajak Tour beenden wollten, war natürlich schon Ebbe. Wir mussten die letzten 100m das Boot tragen. Danach setzten wir uns gemütlich an die Bar.

gemütlich an der Bar
gemütlich an der Bar

Wir gingen in unsere Pension, machten uns schick um anschließend wieder zu unserem Nudel Imbiss zu gehen, wo wir uns alle wieder trafen. An diesen Imbiss waren wir mittlerweile ständig und nannten ihn liebevoll nur noch „Doodle Noodle“. Der Besitzer und seine Mutter waren wirklich nett und das Essen war immer fantastisch. Der Abend verlief in etwa so wie der Vorabend, nur unsere Stimmung war noch besser. Wir feierten bis morgens um 4 Uhr am Strand.

Der nächste Tag war für uns alle ein Hangover Tag. Wir hatten mehr oder weniger Kopfweh und die Hitze gab uns den Rest. Wir entschieden uns, einfach nichts zu tun. Wir legten uns an den Strand auf eine Liege und verbrachten dort fast den ganzen Tag. Leider war an diesem Tag die Ebbe besonders stark. Um sich abzukühlen, mussten wir auf die andere Seite der Insel gehen, wo es deutlich steiler ins Wasser ging und man sich angenehm abkühlen konnte. So ging dann auch dieser Tag zu Ende. Wir gingen zum Abendbrot wieder zu „Doodle Noodle“ und ließen alle zusammen den Tag ausklingen.

Am darauf folgenden Tag, standen wir früh auf. Wir wollten wieder was sehen. Wir entschieden uns für eine Schnorchel Tour mit Rundfahrt. Gegen 10Uhr ging es dann auch schon los. Das erste Ziel war Shark Bay. Hmmmmm schnorcheln mit Haien? Ich weiß ja nicht. Wir vertrauten unserem Bootsführer, sprangen ins Wasser und sahen das Unglaubliche……..nichts!!!!! Eine halbe Stunde habe ich nach etwas, was wie ein Hai aussehen könnte ausschau gehalten, aber leider bekamen wir dort nichts zu sehen. Wir fuhren also weiter. Das zweite Ziel war dann Bamboo Island. Was für ein Strand. So stelle ich mir eine Trauminsel vor. Es waren auch kaum Leute vor Ort. Der Sand war richtig fein und das Wasser traumhaft schön. Wenn man ein paar Meter lief, stand man im Nadelwald und der Anblick aus dem Wald aufs Meer war grandios.

Bamboo
Bamboo

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Für uns hatte Bamboo den schönsten Strand auf unserer Reise.

Danach ging unsere Fahrt weiter. Jeder bekam auf unserem Boot noch ein wenig Reis zum Mittag, bis wir die Felsen von Maya Bay erreichten. Diese Insel ist ja bekannt durch den Film „The Beach“.

Bevor wir auf die Insel gingen, sollten wir noch etwas schnorcheln gehen. Es waren einige Boote vor Ort und ich hatte keine Lust ins Wasser zu springen. Auf den Nachbarbooten waren einige Chinesen. Meine Frau war wie immer die erste im Wasser, ich setzte mich hinten zu unserem Bootsführer und wollte ein paar Fotos schießen. Es dauerte nicht lange, da schrie meine Frau um Hilfe. Ein Chinese wollte schnorcheln, konnte aber leider nicht schwimmen. Er versuchte sich bei meiner Frau fest zu halten. Ich sprang sofort ins Wasser, schnappte mir den Chinesen und brachte ihn auf unser Boot, da hörte ich die nächsten Hilfeschreie. Eine Chinesin, die ebenfalls nicht schwimmen konnte, geriet in Panik. Da ich ja eh schon im Wasser war, zerrte ich auch sie raus. Den ganzen Spaß habe ich vier mal gemacht. Unser Bootsführer hatte vorsichtshalber seine Schwimmweste angezogen. Wahrscheinlich hatte er Angst bekommen ins Wasser zu fallen. Da ich nicht der Einzige war, der Chinesen aus dem Wasser gezogen hatte, kann ich gar nicht sagen, wieviele fast ertrunken wären. Es waren aber sehr viele. Wahrscheinlich dachten sie, sie könnten da stehen, weil sie bis auf den Grund schauen konnten? Ich weiß es nicht.

Nachdem wir fleißig alle Chinesen gerettet hatten, ging es an Land. Die Insel sah wirklich aus wie im Film, nur mit´ner Menge Touristen. Selbst der Weg, den Leonardo di Caprio langgelaufen ist, sah noch genauso aus. Ach was texte ich euch zu, schaut einfach selbst:

Maya Bay
Maya Bay

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Anschließend fuhren wir um die Inselgruppe und Felsen. Es war eine Augenweide.

Fahrt um die Inselgruppe
Fahrt um die Inselgruppe

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Zum Abschluß ging es zu Monkey Island. Mittlerweile waren wir auch nicht mit nur einem Boot unterwegs, sondern es war eine Bootsgruppe. Auch unsere schnorchelnden Nichtschwimmer waren dabei. Auf die agressiven Affen hatte ich nicht so recht Lust. Aber als wir den Strand betraten war kurioser Weise kein einziger Affe zu sehen. Als wir mit dem Kajak dort waren, wimmelte es nur so von Affen. Wahrscheinlich verschwinden sie bei großen Touristengruppen. Ich war nicht böse drum, erklärte mir dann auch so, dass wir bei Shark Bay keine Haie zu Gesicht bekamen. Nachdem die Tour beendet war, gingen wir zusammen noch einmal zum Viewpoint. Wir hatten den Ausblick noch einmal genossen und gingen wieder runter. In der Zwischenzeit sind eine Menge neuer Touristen angekommen. Mit der Ruhe war es vorbei, es kamen lauter bunt angemalte Leute auf die Insel. Auf Koh Phangan war die Full Moon Party vorbei und die Leute strömten förmlich auf Koh Phi Phi. Wir beschlossen am nächsten Tag weiter zu reisen. Für mich war Koh Phi Phi mein persönliches Highlight, für meine Frau sollte dies erst noch kommen.

 

Koh Tao

Am nächsten morgen standen wir frühzeitig auf, denn wir wollten Koh Phi Phi verlassen und nach Koh Tao weiter reisen. Wie? Keine Ahnung! Wir gingen zur Fähre nach Krabi und holten uns erst einmal ein Ticket für die Überfahrt. In Krabi angekommen, befand sich gleich am Pier ein Reiseshop. Wir fragten nach wie wir nach Koh Tao kommen könnten. Er gab uns gleich 2 Angebote: dass wir sofort mit dem Bus direkt nach Surat Thani fahren können, anschließend mit einer Nachtfähre eine ganze Nacht überfahren oder mit einem Speed Catamaran in 3 Stunden nach Koh Tao reisen könnten. Es hörte sich beides sehr verlockend an. Wir entschieden uns für die Fahrt mit dem Speed Catamaran für 1400 Baht pro Person. Der Bus stand dann direkt schon da. Es war ein Doppelstockbus, ausgetattet mit Ledersitzen und Aircon, wirklich sehr bequem.

In Surat Thani angekommen, stand auch schon der Catamaran bereit. Die Thais sind wirklich Organisationstalente. Es verlief bis hierher wirklich alles leicht und reibungslos. Es ging dann los nach Koh Samui, Koh Phangan und schließlich sind wir auf Koh Tao angekommen. Unterkunft hatten wir noch keine, aber Sorgen haben wir uns darüber nicht gemacht. Wir stiegen vom Boot und es erwartete uns wieder eine Horde Thais mit Bilderbüchern. Eine deutsche Touristin empfahl uns einen Bungalow, welchen wir dann auch für 400 Baht die Nacht mieteten. Der Besitzer war gut drauf und begrüßte uns mit einem freundlichen „Welcome to Happy Bungalow“. Die Hütten waren ziemlich dicht am Wald und nicht allzu weit entfernt vom Strand. Es herrschte eine angenehme Ruhe. Wir gingen zum Strand und erlebten den wunderschönsten Sonnenuntergang auf unserer Reise.

Sonnenuntergang Koh Tao
Sonnenuntergang Koh Tao

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Am Strand waren wir so ziemlich alleine und wir genossen die Ruhe. Nachdem der Sonnenuntergang vorüber war, gingen wir in ein schönes Restaurant essen und anschließend zurück zum Bungalow. Den Besitzer nannten wir Happy, der gerade draußen in seiner, ich nenn das mal Küche, gesessen hat und für seine Familie gekocht hat. Wir nahmen ein paar Flaschen Bier, setzten uns zu ihm und er hat sich wirklich sehr gefreut. Scheinbar kommen nicht so viele Gäste zu ihm, um sich zu unterhalten und ihn auf ein Bier einzuladen. Die ganze Familie war wirklich sehr herzlich und wir fühlten uns wohl. Wir hatten aber auch nie prunkvolle Hotels erwartet, für uns war es wichtig, dass es sauber und gemütlich war und da hatten wir bis hierher wirklich Glück.

Am nächsten Morgen, liehen wir uns einen Motorroller aus. 300 Baht inklusive Benzin ist wirklich günstig. Wir fuhren einmal um die komplette Insel, hielten an jedem Strand an und bewunderten die schöne Insel. Am Abend ging es durch den kleinen Ort und wir betrachteten das wilde Treiben. Wir gönnten uns eine Massage und gingen am Strand spazieren. Von Stress war an diesem Tag nichts zu spüren. Wir schliefen dann wieder fantastisch und standen wieder frühzeitig auf. Happy organisierte uns eine Schnorcheltour. Hoffentlich sind dort keine Chinesen dabei, dachte ich nur so im stillen. Wir fuhren um die Insel und lernten auf dem Boot eine deutsche Touristin kennen, die alleine durch Thailand reiste. Wir verstanden uns gleich super.

Als erstes ging es schnorcheln. Korallen gab es zwar keine, aber anders als auf Koh Phi Phi (wo es nichts gab), gab es hier eine fantastische Unterwasserwelt. Wir schnorchelten an den Felsen entlang und sahen eine bunte Vielfalt von Fischen. Man kann es nicht mit der Unterwasserwelt vom Roten Meer vergleichen, ich aber fand diese hier, hatte einen gewissen Charme. Danach ging es auf Koh Nangyuan weiter und wir genossen einen wunderschönen Strand.DSC_7373 DSC_7375 DSC_7377

Anschließend ging es nochmal schnorcheln. Nachdem diese Tour beendet war, wollten wir unbedingt noch einmal den Sonnenuntergang sehen und er war wieder so fantastisch.DSC_7404

Wir setzten uns in eine Bar und lernten dabei eine deutsche Tauchergruppe kennen, die von einer deutschen Tauchlehrerin geführt wurde. Sie erzählten uns, von Schildkröten und andere Tieren, die sie beim tauchen sehen konnten und wir hörten interessiert zu. Die Tauchlehrerin bot uns für 15000 Baht an, einen Tauchkurs für eine Woche zu machen inklusive Unterkunft und Frühstück. Der Tauchschein würde weltweit seine Gültigkeit besitzen. Leider passte eine Woche nicht in unseren Plan, daher lehnten wir dankbar ab obwohl es wirklich sehr verlockend war. Wir entschieden an diesem Abend noch, dass wir am nächsten morgen weiter reisen werden. Nächstes Ziel ist Koh Phangan.

 

Koh Phangan

Am nächsten Morgen gingen wir es ruhig an. Wir schliefen aus, gönnten uns ein ausgiebiges Frühstück bis wir dann zur Fähre liefen. Wir kauften ein Ticket für die Überfahrt, mussten allerdings noch 2 Stunden warten bis die Fähre eintraf. Wir setzten uns an eine Bar direkt am Pier und entspannten. Wir stiegen auf die Fähre, setzten uns vorne auf dem Oberdeck und erlebten eine tolle Überraschung. Wir trafen die deutsche Touristin wieder, die wir auf der Schnorcheltour kennengelernt hatten. Wir setzten uns alle drei zusammen und plauderten wie aus dem Nähkästchen. Die Fähre fuhr angenehm langsam, sodass ich endlich mal ein wenig von der Tierwelt erleben konnte. Delfine haben wir leider nicht gesehen, dafür sind fliegende Fische neben unserer Fähre nebenher geflogen und Barracudas sprangen ständig auf und ab. Es war fantastisch.

Fähre nach Koh Phangan
Fähre nach Koh Phangan

In Koh Phangen trennten sich unsere Wege leider wieder. Wir wollten zum Bottle Beach und unsere nette Begleiterin hatte einen anderen Strand im Visier. Zum Bottle Beach zu kommen war gar nicht so einfach. Wir fuhren auf der Ladefläche eines Pickups mit, bis zu einem kleinen Bootsanleger. Dort stand ein Longtail Boot, welches schon bereit stand. Wir warteten noch eine weitere halbe Stunde auf weitere Touristen, die dann aber ausblieben. So fuhren wir rüber. Angekommen am Bottle Beach begegneten wir einem Strand der Einsamkeit. Wir sahen erst einmal niemanden, aber es standen eine Reihe von Bungalows direkt am Strand. Sie waren nicht so schön wie auf Koh Tao, aber sie waren direkt am Strand und wenn man morgens die Fensterläden öffnete, erblickte man direkt das Meer. Eine bessere Lage kann es nicht geben. Hinter dem Strand war nur Wald. Wir gingen ein wenig spazieren und genossen die Ruhe. In unserer Bungalowreihe gastierte noch ein Australier, ein komischer Kauz. Das war es dann aber auch schon mit Gästen. Wir entspannten den ganzen Nachmittag und Abend lang, stellten für uns aber fest, dass es zu ruhig war. Ich schaute auf eine Karte und fand einen Weg, 7km durch den Wald zum nächsten Strand. Der Weg schien ganz gut zu sein, leicht sandig aber gut zu laufen. Wir beschlossen am nächsten morgen bis zum nächsten Strand zu wandern. Gegen 23 Uhr machten wir es uns dann in unserer Hütte gemütlich, wir schliefen ein bis der Strom ausging. Nachdem der Ventilator also nicht mehr funktionierte, war es auch mit den Schlaf vorbei. Die Hitze war unerträglich. Leider fiel der Strom desöfteren aus, so dass wir wirklich schlecht geschlafen hatten.

Die rechte Hütte war unsere
Die rechte Hütte war unsere
Hinter unseren Strand
Hinter unseren Strand
Unser Strand
Unser Strand

Am nächsten morgen frühstückten wir gut, besorgten anständig Wasserflaschen, packten unsere Sachen und wanderten los. Ein Thai sah uns verwundert an und fragte wo wir hin wollen „Wir wollten zum Thong Nai Pan Yai Beach“ erwiederten wir ihm. Er fragte ob er uns fahren solle, wir bedankten uns herzlichst und sagten, dass wir gerne dorthin wandern würden. Wirklich? Fragte er und beginn an zu schmunzeln. Wir dachten uns nichts dabei…  so gingen wir also los.

Der erste Kilometer war überhaupt kein Problem. Wir gingen gemütlich den Weg entlang und horchten den Lauten des Dschungels. Eine tolle Geräuschskulisse. Danach wurde es schwieriger. Es ging bergauf. Die Hitze wurde auch immer schlimmer. Ständig hielten wir an und tranken einen Schluck Wasser. Umso weiter wir gingen, desto steiler wurde der Weg. Ich schaute mir die Karte genauer an und dann sah ich diesen Berg eingezeichnet. Plötzlich kam wie aus dem Nichts ein Pickup mit Thais vorbei, die fragten uns ob wir mitfahren wollten. Wir waren ehrgeizig genug, bedankten uns und liefen weiter. Jetzt wurde der Weg nicht nur steiler, sondern auch schlechter. Mittlerweile quälten wir uns den Weg entlang und das Wasser nahm sein Ende. Da kam der Pickup mit Thais zurück und fragten uns ob wir nicht doch mit wollten. Wir nahmen dieses Angebot dann dankbar an.uhr kurz seine Mitfahrer weg, während wir uns ein schattiges Plätzchen suchten und warteten. Es dauerte nicht lange bis er wieder kam. Dankbar gaben wir ihr 200 Baht und wir sprangen auf der Ladefläche. Wir genossen die Fahrt und fragten uns, wie wir nur so bescheuert sein konnten und bei 40 Grad und 90 Prozent Luftefeuchte durch Urwald und Gebirge zu wandern, mit Gepäck!!! Wir erreichten den Strand und waren der Fahrerin sehr dankbar.

Als Erstes brauchten wir eine Unterkunft. Wir gingen einmal den Strand auf und ab und entschieden uns für eines der Bungalows in der Mitte des Strands. Es war etwas belebter als der Bottle Beach aber trotzdem noch recht einsam. Die perfekte Mischung.
Nachdem wir also komplett durchgeschwitzt einen Bungalow gefunden hatten, war der erste Weg ins Meer. Eine Abkühlung war es nicht unbedingt, trotzdem war es sehr angenehm.  Zwei Touristinnen paddelten gemütlich auf ihren Luftmatratzen nebenher und schmunzelten, da ich mich über das Wasser beschwerte. Es piekste überall am Körper, dass war aber fast überall so. Jemand erzählte mir, dass es sich hierbei um eine  Planktonart handelt, die bei Hautkontakt so pieksen würde. Da ich es nicht besser wusste, ließ ich es mal so stehen. Wir kamen mit den 2 Touristinnen sehr schnell ins Gespräch und verstanden uns auf anhieb super. Wir gammelten jetzt also zu viert am Strand rum. Ich wollte was unternehmen, drum ging ich in den nächsten Angelshop und wollte für mich eine Fishing Tour buchen. Er sagte ich solle am nächsten morgen wieder kommen. Nun gut, dann eben erst morgen.Am nächsten Morgen machte ich mich direkt nach dem Frühstück auf zum Angelshop. Leider war dieser noch geschlossen. Nun gut.

Zu Hause hatten wir im TV eine Auswanderer Doku gesehen, in der sich ein Paar die Mühe gemacht hatte, eine Bar auf Koh Phangan zu eröffnen. Die beiden waren so symphatisch, dass wir die Bar besuchen wollten.  Ich besorgte uns eine Karte von der Insel und wir fanden sie tatsächlich ziemlich schnell. Die Bar befand sich auf der anderen Seite der Insel, also mieteten wir uns zwei Roller und so fuhren meine Frau und ich gemütlich los.

Unsere Roller
Unsere Roller

Die Strassen waren teils eine Katastrophe, aber wir fuhren langsam und genossen die traumhafte Landschaft. Mit dem Linksverkehr hatten wir beide so unsere Problemchen, aber wir sind immer unfallfrei geblieben. Zuerst fuhren wir in die Stadt. Wir hatten wieder Lust auf leckeres Essen vom Markt. Anschließend fuhren wir weiter bis wir schließlich unser Ziel erreichten. Die Bar gab es also wirklich und sie sah auch noch so aus wie im Fernsehen. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind. Die Besitzerin war sogar vor Ort, sie setzte sich an unseren Tisch und wir erzählten wirklich lange. Sie war sogar noch netter als im Fernsehen.

Sunset Pearl Bar
Sunset Pearl Bar
Eine wirklich tolle Bar
Eine wirklich tolle Bar

Anschließend fuhren wir zu unserem Strand zurück, wo uns noch ein Schulfest erwartete. Wir gingen gemeinsam mit den 2 Touristinnen mit und setzten uns zusammen an einen Tisch, wo schon eine kleine deutsche Familie saß. Auch mit der Familie verstanden wir uns alle sofort prima. Das Schulfest hingegen, war alles andere als dass, was ich mir unter einem Schulfest vorgestellt hätte. Es war zwar nur eine Grundschule, aber es wurde alles geboten was eine gute Feier braucht. Hinter uns saß eine Gruppe von jungen Thais, die ganz gut englisch konnten und sogar ein wenig deutsch. Wo auf der Bühne, am Anfang noch, kleine Kinder gesungen hatten, gab es später eine Travestieshow. Getränke gab es aus der Bierbon mit Zapfhahn. Die Party ging bis in die Morgenstunden. Es wurde viel erzählt, getanzt, gelacht und getrunken. Eine wirklich gelungene Feier.

Am nächsten morgen oder eher mittag lag ich mit Kopfschmerzen in der Hütte. Meine Frau war wesentlich fitter als ich und ging am Strand spazieren. Plötzlich krachte und polterte meine Frau hinein und schrie ich soll sofort zum Strand. Ein Rochen schwimmt am Strand entlang. Ich zögerte nicht, sprang auf, stolperte und fiel gegen die Wand, die mein Gewicht nicht halten konnte und wir somit ein Loch in der Wand hatten. Egal… ich lief also zum Strand und sah tatsächlich diesen Rochen. Unglaublich wie nahe so ein Tier am Strand entlang schwimmt.

Rochen am Strand
Rochen am Strand

 

Die nächsten Tage waren sehr ruhig und entspannend. Ich lief zwar ständig vergebens in den Angelshop um eine Fishingtour zu buchen, sonst taten wir nicht viel. Wir gammelten mit den 2 deutschen Touristinnen am Strand, gingen zwischendurch zur Massage und genossen unser Essen am Strand. Die Geschäfte hatten teilweise geschlossen. Sie nannten es Hangover Days und die Hangover Days haben sie nach jedem Schulfest, so auch leider der Angelshop. Zu meiner Fishingtour bin ich nicht mehr gekommen, habe mir aber dafür viel Gelächter eingefangen, da ich ständig wie ein Idiot hingerannt bin. Wir verbrachten knapp eine Woche an diesem Strand und die beiden Touristinnen wurden richtig gute Freunde und wir sind es bis heute geblieben. Wir treffen uns heute noch Desöfteren und stehen in regelmäßigem Kontakt. Die beiden sind aus unserem Freundeskreis nicht mehr weg zu denken. Für meine Frau war diese Woche ihr persönliches Highlight und auch ich war noch nie so entspannt wie nach dieser Woche.

Am letzten Tag frühstückten wir nochmal alle zusammen, verabschiedeten uns und nahmen gleich morgens die Fähre nach Koh Samui.

 

Koh Samui

 

Die Fahrt mit der der Fähre war recht lang aber sehr schön. Wir fuhren um Halb-Koh Phangan, von Strand zu Strand und sammelten die Leute ein. Es sah wirklich immer witzig aus, wie Leute versuchten ihre Trolleykoffer am Strand entlang zu ziehen und es gab desöfteren auch keinen Bootssteg, so dass sie ihre Koffer hochhalten mussten, während sie durchs Wasser zum Boot gingen. So ein Rucksack ist schon sehr praktisch für so eine Reise. Hier ein paar Bilder von der Fahrt mit der Fähre:DSC_7520

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Angekommen in Koh Samui ging es recht stressig zu. Wir kamen an einem, veralgten und ungepflegten, Strand an. Nicht wirklich ein Ort wo wir bleiben wollten. Wir nahmen uns ein Sammeltaxi und fuhren nach Bo Phut. Meine Frau war vor Jahren schon einmal dort gewesen und fand es dort wunderschön. Dort angekommen, erschrak meine Frau, wie es dort mittlerweile aussah. Alles komplett verbaut und wahnsinnig viel Verkehr. Sie war traurig, dass sie mir so etwas zumutete und man eine so schöne Natur kaputt macht, um Hotels und Infrastruktur zu schaffen und ich fühlte mit. Wenn ich daran denke, dass die traumhaften Strände auf Koh Phangan genauso verbaut werden könnten wie auf Koh Samui, dann könnte ich heulen. Wir hatten nur 3 Nächte Aufenthalt auf Koh Samui, bevor unser Flieger nach Bangkok ging, also beschlossen wir da zu bleiben. Da wir kaum Geld ausgegeben hatten, waren wir uns einig eine etwas gehobenere Klasse als Hotel zu buchen. Wir fanden schnell eines für nur 700 Baht. Man brachte uns ein Stück weiter zu einem Bungalow. Es war sehr gemütlich. Wir packten schnell die Sachen rein und gingen direkt zum Pool, der direkt bei den Bungalows war. Dann kam der Schreck. Plötzlich lärmte und bebte alles und wir erschraken uns mal wieder. Was es war, seht ihr auf dem nächsten Bild:

Unser Bungalow
Unser Bungalow

Wir wohnten und badeten also direkt unter der Startzone vom Flughafen. Super………………. Zu unserem Glück hatten wir nur für eine Nacht gebucht und es flog nur alle halbe Stunde ein Flieger los. Wir machten das beste daraus, zogen uns um und gingen zum Big Buddah. Eine riesige Touristenzone und völlig überlaufen. Wir gingen umher, schauten uns um und fanden ein tolles Lokal wo wir wirklich gut gegessen hatten. Anschließend gab es eine Massage und am späten Nachmittag gingen wir in ruhigere Ecken wo wir gemütlich spazieren konnten. Spät Abends gingen wir zurück, legten uns hin und schliefen schnell ein. Nachts schien kein Flugzeug abgehoben zu sein, zumindest hatten wir gut geschlafen. Ein Wecker brauchten wir trotzdem nicht, denn am frühen Morgen standen wir im Bett, als die erste Turbine unsere Kopfkissen erreichte. Wir duschten schnell, machten uns fertig und nix wie weg. Meine Frau wollte in das Hotel, wo sie schon einmal übernachtet hatte. Wir fanden es sehr schnell und der Besitzer erinnerte sich sogar noch an meine Frau. Wir bekamen für 1100 Baht die Nacht ein wirklich luxuriöses Zimmer mit abgetönten Panoramafenster direkt mit Blick aufs Meer. Es war traumhaft. Auch die Anlage war wirklich sehr schön. Wir checkten ein, sahen uns um und entspannten uns. Kein Fluglärm oder sonstiges. Anschließend gönnten wir uns wieder eine Massage. Am Abend gingen wir die Straße entlang und sahen ein älteres Thai-Paar, die Essen gekocht und verkauft hatten. Es sah aus wie eine große Schubkarre mit Kochkessel und oben drüber hing das Fleisch. Wir bestellten uns etwas und es war wirklich köstlich und wahnsinnig billig. Sobald der Teller leer war, wurde auch sofort wieder was aufgefüllt. Am Abend zog ein Sturm auf. Wir gingen Chips und weitere Süßigkeiten holen und verschwanden in unser Zimmer. Wir lagen auf unserem Bett und sahen entspannt aus dem Fenster wie der Sturm wütete. Es ging die ganze Nacht, wir schliefen trotzdem fantastisch, denn es war auch das erste Zimmer, dass dauerhaft Strom und eine Klimaanlage hatte.

Am nächsten morgen frühstückten wir gut und gönnten uns wieder eine Massage. Ich hatte nach diesem Urlaub keine Rückenschmerzen mehr und war wirklich tiefenentspannt. Wir lagen ein wenig am Strand und gingen wieder zu dem Pärchen essen. Wir ließen dann auch diesen Tag gemütlich ausklingen und bereiteten uns auf unsere Abreise vor, denn wir mussten schon 4 Uhr früh auf zum Flugafen.

 

Ende der Reise

Unsere Reise nähert sich also dem Ende zu. Wir flogen jetzt also zurück nach Bangkok, wo wir unsere letzten 3 Tage verbrachten. Dort angekommen, wollten wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmittel bewegen und noch richtig shoppen. Wir stiegen in den Zug und wollten zum MBK Center. Als wir im Glauben waren, in der Nähe des Centers zu sein, suchten wir erst einmal ein Hotel. Natürlich waren wir total falsch und die Suche nach einem Hotel war nicht gerade einfach. Ein Stundenhotel hingegen hätten wir an jeder Ecke bekommen. Plötzlich standen wir vor einem großen Tor mit englischer Aufschrift, frei übersetzt: „Der größte Männerspielplatz der Welt“. Wir sahen uns verdutzt an, schmunzelten ein wenig und suchten weiterhin ein Hotel. Da wir uns immer die Zimmer hatten zeigen lassen, sind wir dort aus jedem Hotel wieder rückwärts raus. So etwas hatte wir beide noch nicht gesehen. Eine deutsche Gefängniszelle muss gemütlicher sein. Die Wände teils mit Ölfarbe gestrichen und auf die Betten mochten wir uns nicht einmal setzen.

Nach einer Weile gaben wir auf, riefen das nächste Taxi und fragten ihn ob er ein schönes Hotel in der Nähe vom MBK Center kenne, für ca 800 Baht. Wir fuhren eine Weile bis wir in einer Seitenstraße, in einem Hotel ankamen. Ein schönes Hotel mit kleinem Spa für 800 Baht. Bis zum Center waren es 5 Minuten zu Fuß…….perfekt. Wir sind auch sofort zum shoppen los und waren auch noch den ganzen nächsten Tag am einkaufen. Ein Shoppingparadies, auch für Männer.

Am Abend des zweiten Tages wollten wir meinen Anzug abholen. Wir bestellten vom Hotel aus ein Taxi und bestanden darauf, dass er das Taximeter einschaltet. Das Taxi kam, wir stiegen ein, gaben ihm die Adresse und fuhren los, fuhren weiter, fuhren weiter und fuhren weiter. Moment…… hier waren wir doch eben schon. Der Taxifahrer fuhr doch ungelogen über eine Stunde mit uns im Kreis. Natürlich verstand er auch kein Englisch. Schließlich kamen wir an. Ein tolles Schneidergeschäft, nur nicht das wo ich meinen Anzug abholen wollte. Ich war schon etwas zornig und sagte er möge uns bitte zur Khao San Road fahren. So fuhr er weiter. Nachdem wir dann noch einmal eine halbe Stunde warteten, blieb er plötzlich stehen. Ein anderer Taxifahrer machte uns die Tür auf und sagte, dass dieses Taxi eine Panne hat und wir bei ihm mitfahren sollten, natürlich ohne Taximeter. Wütend setzten wir uns rein, aber wir kamen an. Ich probierte alles an und freute mich, dass es so gut geklappt hat.

Mein Anzug
Mein Anzug

Am letzten Tag standen wir wieder früh auf, denn wir wollten nochmal zum MBK Center bevor wir nach Hause fliegen. Es war aber Songkran, das thailändische Neujahrsfest. Die Menschen standen an jeder Ecke mit Wasserpistolen und Eimern und spritzten JEDEN nass. Leicht nass kamen wir am Center an, shoppten eine Weile und kamen Klatschnass zurück ins Hotel. Ganz schnell umgezogen, Sachen gepackt ins Taxi gestiegen und nix wie hin zum Flughafen. Wir haben es nicht einmal im Taxi geschafft trocken zu bleiben. Die Türen wurden aufgemacht und wir wurden angespritzt. Durchnässt stiegen wir in den Flieger und flogen leider wieder nach Hause. Der gesamte Urlaub mit Flug und allem drum und dran hat uns knapp 3000 Euro gekostet und wir haben dafür 3 Wochen Traumurlaub erleben dürfen.

Ende

Wenn ihr ähnliches erlebt habt, schreibt doch eine E-mail an sven@svellby.de oder hinterlasst einfach einen Kommentar. Wir freuen uns auf Euer Feedback.