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Wenn der Schnee nicht zu uns kommt, dann……

kommen wir eben zum Schnee.

zu Besuch im Odenwald

Kennt ihr das? Das weiße Pulver, welches vom Himmel kommt? Man sagt sich, dass es gefrorener Regen ist und man bezeichnet ihn als Schnee.

Es ist schon verrückt, wir haben Winter und es gibt wirklich kaum Schnee in unsrer Region. Unsere Zwillinge sind mittlerweile 3 Jahre alt und haben ernsthaft noch niemals Schnee gesehen. Zeit dies zu ändern, dachte ich mir. Ich suchte im Internet nach live Webcams von Gebirgen in unserer Nähe, um zu schauen, wo es Schnee geben könnte und ich wurde fündig.

So packte ich die Kinder dick ein und es ging nach Trösel, wo wir vor Weihnachten unseren Weihnachtsbaum abholten. Hier noch der Beitrag dazu.

hinter Trösel

Was wir vorfanden war wirklich erstaunlich. Schnee soweit das Auge reicht. Wir hielten also an und sprangen voller Vorfreude auf das nächste freie und schneebedeckte Feld. Die Kinder hatten direkt einen riesen Spaß und so gab es die erste Schneeballschlacht. Auch der Papa blieb nicht verschont und wurde direkt auf den Boden geworfen. Die kleinen Geister fielen direkt über mich her und bewarfen mich. Die Temperaturen lagen bei -8 Grad und ich fand es wirklich kalt, die beiden Kleinen interessierte es herzlich wenig und sie tobten vergnügt weiter. Ein toller Moment.

Schneeballschlacht

Nachdem dann irgendwann der kleine Mann sein blankes Gesicht in den tiefen Schnee steckte, wurde es für ihn doch etwas kalt. Ich trocknete ihn ab und beschloss zum aufwärmen etwas weiter zu fahren. So fuhr ich also Richtung Neckarsteinach, doch nach kurzer Zeit wollten die Kids wieder raus. Wir hielten auf einem Parkplatz, von wo aus es einen tollen Ausblick gab und die Kinder hatten jetzt wieder riesen Spaß.

toller Ausblick

Ein Halten war nicht mehr möglich und der Spaß wurde immer größer. Schneemann bauen und Schneeballschlacht war angesagt und wenn das kein Spaß gemacht hatte, dann legten wir uns einfach in den Schnee und genossen diesen tollen Wintertag. Das Wetter spielte weiterhin mit und ich war wieder einmal überrascht, mit welch einfachen Mitteln kleine Kinder eine riesen Freude haben können und man auch selbst dabei selbst so viel Spaß hat.

Nach einiger Zeit war es angebracht wieder nach Hause zu fahren. Kaum eingestiegen sind alle beide eingeschlafen, so dass ich mich entschied, einen Umweg über Heidelberg zu machen, um selbst noch die tolle Landschaft zu genießen. Die Kinder waren so müde, dass sie erst zu Hause wieder aufwachten und so war der Tag auch ziemlich schnell wieder zu Ende. Es war klasse.

Euer Sven

Zeit für Geschenke

Das Jahr neigt sich dem Ende und es steht nicht nur Weihnachten vor der Tür, sondern auch der dritte Geburtstag unserer Zwillinge. Es ist tatsächlich schwierig, wenn der Geburtstag direkt nach Weihnachten ist. Wir bekommen das Gefühl, unsere Kinder zu überschenken. Das größte Geschenk machten uns aber die Kinder.

Endlich trocken

Über 1 Jahr übten und probierten wir es die Windel los zu werden. Mittlerweile hatten wir 5 Töpfchenbücher und ständig lasen wir daraus vor, gebracht hat es allerdings nichts. Wir haben sie mit Spielzeug bestochen, unser Zwillinge zeigten uns lediglich die kalte Schulter. Auch der Druck von außen wurde immer größer, denn sie werden im Dezember 3 Jahre alt und in die Kita gehen sie auch schon, da müssen sie aber so langsam trocken werden. Unsere beiden interessierte es herzlichst wenig, sie waren schlichtweg noch nicht bereit. Seit etwa 3 Wochen sind sie es und wir sind mächtig stolz. Aktuell ist es so, dass sie Nachts noch die Windel um haben und auch auf längeren Ausflügen. Bei den Ausflügen bleibt die Windel trocken und sie melden sich wenn sie müssen, Nachts hingegen kommt noch was in die Windel rein, aber das ist kein Problem.

endlich windelfrei

Mittlerweile ist es nicht nur so, dass sie alleine auf das Töpfchen gehen, sie gehen auch auf die große Toilette, ziehen sich dabei selbst aus und wieder an und auch die Spülung betätigen sie selbst. Wie so etwas aussehen kann, könnt ihr hier sehen.

Voller Stolz kommen sie danach zu uns und freuen sich selbst darüber, dass sie auf der großen Toilette Pipi gemacht haben und ich werde niemals den Moment vergessen, als unsere Tochter das erste mal auf der Toilette Pipi gemacht hat. Sie hatte ein unfassbares Leuchten in den Augen und war richtig aufgeregt. Sie schrie vor Freude „Ich habe Pipi gemacht – ist das toll“ und uns kamen die Tränen.  Das eine einfache Sache wie das toilettieren so wunderbar sein kann, hätte ich nie erwartet und jeden Tag loben wir unsere beiden dafür und immer wieder sind sie so wunderbar stolz auf sich, es ist einfach toll und das schönste Weihnachtsgeschenk für uns.

Weihnachtszeit

Nachdem der Nikolaus schon da war, ist jetzt auch schon Weihnachtszeit. Zum Nikolaus gab es für jeden ein kleines Geschenk und etwas Süßes. Wir sind keine Freunde davon, unsere Kinder zu überschenken und sie mit Spielzeug zu überfluten. Zu Weihnachten gibt es ein wenig mehr. Neues Eisenbahnzubehör, Mal- und Liederbücher und für unsere Tochter einen tollen Kaufmannsladen. Wenn ich meinen Sohn frage was er sich wünscht, dann bekomme ich zur Antwort „Ein Geschenk“. Sie sind glücklich mit dem was sie haben und das stellt uns als Eltern zufrieden. Spielzeug welches nicht mehr Altersgerecht ist, wird im neuen Jahr hingegen aussortiert, so haben sie immer nur ein bestimmtes Level an Spielzeug womit sie dann auch spielen.

Den Weihnachtsbaum fällten wir alle zusammen in Trösel bei Weinheim, auf dem Helfertshof. Man kann dort hin wirklich einen tollen Familienausflug machen. Den Baum kann man sowohl selbst fällen, als auch gefällt kaufen. Zudem ist es ein kleiner Bauernhof, auf dem die Kinder in den Schafsställe gehen und die Schafe bewundern können.

im Schafstall

Knapp 2 Wochen vor Weihnachten, brachten wir den Baum also in die Wohnung, denn wir wollten ja schließlich länger etwas davon haben. Die Kinder waren wieder nervös und aufgeregt, denn es ist das erste Mal, dass auch sie den Baum schmücken dürfen. Mit großer Vorsicht und viel Sorgfalt, brachten sie die Weihnachtskugeln an den Baum und nur eine Kugel fiel dabei auf den Boden. Man kann den kleinen Zwergen wirklich eine Menge zutrauen.

unser Weihnachtsschmuck

Geburtstagszeit

Sobald Weihnachten zu Ende geht, steht auch schon das nächste Fest an, der dritte Geburtstag. Wir haben entschlossen einen tollen Kindergeburtstag zu feiern, aber wieder nicht so viel zu schenken. Um es etwas zu verteilen, bekommen sie dafür im Sommer eine Kleinigkeit, denn wir wollen sie ja schließlich nicht mit Geschenken erschlagen. Wie wir es in den darauffolgenden Jahren halten werden, wissen wir noch nicht. Ich bin da selbst auch gespannt, was die Kinder in Zukunft fordern werden.

Haben eure Kinder auch im Dezember Geburtstag und wie haltet ihr es dann und wie habt ihr die „Entwindelung“ eurer Kinder erlebt? Wurdet ihr von außen unter Druck gesetzt oder wart ihr ganz ruhig und habt euch an solchen hilfreichen Ratgeber gehalten?

Euer Sven

Schnullifee

Kennt ihr es auch? Ständig wird der Schnuller eingefordert und es wird so lange und so laut geschrien, bis der Schnuller im Mund ist. Danach kommt ein breites grinsen, nach dem Motto „Geht doch, warum nicht gleich so!?“.

Es war wirklich ein Krampf, unseren beiden den Schnuller abzugewöhnen. Bis zum 1 1/2 ten Lebensjahr benutzten sie den Schnuller ständig und er war bei beiden ein ständiger Begleiter. Nach dieser Zeit wollten wir es dann doch reduzieren, es war uns schlichtweg zuviel. Also fingen wir damit an, den Schnuller am Tage weg zu lassen. Wir erklärten beiden, dass es ihn nur noch zur Schlafenszeit gibt. Dummerweise wollten sie nur noch ins Bett.

Mit viel Durchsetzungsvermögen erreichten wir dann endlich unser Ziel und der Schnuller war nur noch ein Thema, wenn es ins Bett ging. Was uns erstaunte war jedoch, dass sie in der Krippe keinen Schnuller brauchten, weder beim Spielen oder beim Mittagsschlaf. Zu Hause jedoch war das einschlafen ohne Schnuller undenkbar.

 

Solange sie schliefen

Nachdem die Kinder eingeschlafen waren, verloren sie meist den Schnuller. Entweder wurde er unter der Decke verkramt oder er fiel komplett aus dem Bett. Eigentlich kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt als sie wach wurden. Mitten in der Nacht gab es dann das Geschrei. Ununterbrochen wurde nach dem „Nunny“ -so nannten wir ihn liebevoll-  gerufen, bis sich einer von uns erbarmte, ins Kinderzimmer ging und den Schnuller suchte. War der Schnulli wieder da, schliefen die beiden direkt weiter und auch wir konnten direkt weiter schlafen, mit der Hoffnung, sie behielten ihren Schnuller bei sich.

Ab dem 2ten Lebensjahr wurde dies leider immer schlimmer und die nächtlichen Unterbrechungen kamen immer häufiger vor.  Wir waren bedient und wollten den Schnuller einfach nur noch loswerden, aber wie? Wir redeten mit den Kindern, dass sie groß sind und ihn nicht mehr brauchen, wir haben unserer Tochter Ohrringe versprochen, wenn sie den Schnuller weg ließe, denn sie wünscht sich so sehr Ohrringe, doch der Schnuller war wichtiger. Wir ließen den Schnuller einfach weg, doch es gab lautes Geschrei und an einschlafen war nicht zu denken. Ständig ließen wir uns etwas neues einfallen, doch an schlafen ohne Schnuller war nicht zu denken. Wir waren wirklich ratlos.

 

Wir haben es geschafft

Vor wenigen Tagen fanden wir einen tollen Beitrag auf dem Blog  www.gewuenschtestes-wunschkind.de und wollten es sofort ausprobieren. Wie jeden Morgen packten die beiden ihre Schnuller ritualmäßig in der Schublade. Während unsere Kinder im Wohnzimmer spielten, holte meine Frau die Schnuller heraus und versteckte sie. Als Nächstes malte sie den Schnuller ans frisch installierte Maßband an der Wand, denn wir wollten ja schließlich sehen, wie groß unsere beiden sind. Noch vor dem Mittagsschlaf schlug meine Frau den Kindern vor, zu schauen wie groß sie geworden sind.

Mit großer Begeisterung stellten sie sich an die Wand. Sie sind jetzt 2 1/2 Jahre alt und doch schon 92 cm groß. Wachst doch bitte nicht so schnell!!!

Voller Begeisterung zeigten wir die Zeichnung vom Schnuller auf dem Maßband und fragten „Wisst ihr eigentlich was das bedeutet?“ Gespannt hörten sie zu und meine Frau erzählte weiter: „Ihr seid jetzt 92 cm groß und die Zeichnung besagt, dass die Schnullifee da war. Da ihr sie nicht mehr braucht, hat sie eure Schnullis mitgenommen und den kleinen neugeborenen Babys gegeben, die  die Schnullis ganz dringend brauchen.“  Das Ganze mehrmals, und auch so gezeigt, als würde es dort stehen!

Danach herrschte ersteinmal Ruhe und wir sahen den beiden richtig an, wie sie überlegten. Schließlich fingen sie an zu lächeln und sagten laut „JA“.

 

Schlafen ohne Schnuller

Wir redeten ab jetzt nicht mehr soviel darüber. Wenn sie fragten, erzählten wir die Geschichte noch einmal und begeisternd hörten sie zu. Nun war es soweit, Mittagsschlaf stand an. Es hört sich vielleicht unglaublich an, aber wir legten sie hin und sie fragten kurz nach dem Schnuller. Wir erzählten kurz von der Schnullerfee und dann war es ok und sie schliefen beide OHNE SCHNULLER ein.

Wir konnten es gar nicht glauben, es schien tatsächlich zu funktionieren. Sie schliefen dieselbe Zeit, als würden sie mit dem Schnuller schlafen. Als sie wieder wach wurden, platzten wir vor Stolz und das sagten wir den beiden auch. Der Nachmittag verlief gewöhnlich ab. Sie spielten und wir unternahmen etwas. Die Frage nach dem Schnuller blieb aus.

Nun ist es Abend und wir waren gespannt, wie das einschlafen funktionieren würde und vor allem wie die Nacht verläuft. Kurz vorm schlafen gehen stellten sich beide noch einmal an das Maßband und wir erzählten ihnen noch einmal von der Schnullifee die den Neugeborenen ihre Schnullis gegeben hat, da sie die auch ganz dringend bräuchten. Es verlief überraschend reibungslos. Sie schliefen ohne den Schnuller ein und fragten auch nicht mehr danach. Sie wurden in der Nacht auch mal kurz wach, aber es war sofort wieder Ruhe. Seit langer Zeit hatten wir wieder eine Nacht, wo keiner aufstehen musste. Wir hätten wirklich nicht erwartet, dass es so einfach und lautlos vonstatten gehen wird.

 

Fazit

Einige Nächte sind jetzt nun vergangen und unsere Kinder sind immer noch schnullerfrei. Die Nächte sind jetzt ziemlich ruhig geworden und auch unsere beiden sind wirklich entspannt. Wir hätten es so gar nicht erwartet, da wir das Gefühl hatten, dass es mit dem Schnuller schon wie eine Sucht war, besonders beim schlafen. Die Schnuller haben wir alle eingesammelt und entsorgt (an einen geheimen Ort – man weiß ja nie) in der Hoffnung, dass wir sie nie wieder brauchen werden.

Einen großen Dank an Danielle für diesen tollen Beitrag von www.gewuenschtestes-wunschkind.de. Ohne diesen Beitrag hätten wir heute noch unterbrochene Nächte.

Den passenden Beitrag findet ihr nochmal hier: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/02/schnullerentwoehnung-wie-man-nuckel-schnuller-abgewoehnen-kann.html

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Beitrag ebenfalls ein wenig helfen und wünsche euch eine erfolgreiche Schnullerentwöhnung.

 

Euer Sven

Kinderkrankheiten

Kennt ihr das auch? Wieder ein Ausschlag, erhöhte Temperatur, laufende Nase oder ein starker Husten? Es sind oft nur kleine Krankheiten, dennoch leide ich wahnsinnig mit und die Sorgen sind gleich riesengroß. Unsere beiden sind jetzt 2,5 Jahre alt und einige wenige Krankheiten haben sie schon miterlebt. Ich werde euch jetzt nicht über jedes kleine Fieber oder Schnupfen berichten, aber es gab Krankheiten, bei denen unsere Sorgen besonders groß waren und das eigentlich nur, weil wir die Krankheit garnicht kannten.

 

Wie schütze ich meine Kinder vor Krankheiten?

Diese Frage stellten wir uns auch häufig und es gibt wohl eine ganz einfache Antwort darauf, GARNICHT! Selbstverständlich gehen wir zu den U-Untersuchungen und auch die Impfungen halten wir für wichtig, denn Mumms, Masern, Röteln, etc. wünsche ich meinen Kindern nun wirklich nicht in der ausgeprägtesten Form.Da sie auch in eine öffentliche Einrichtung (Krippe/Kita) gehen, finden wir es auch verantwortungslos anderen Kindern gegenüber, unsere Kinder nicht impfen zu lassen.

Das war es aber auch schon mit der Vorsorge, ich glaube der Körper unserer Kinder muss sich an alles gewöhnen, wir gehen in den Zoo, auf den Bauernhof oder wir fahren zum See baden. Wir können unsere Kinder nicht von allem fernhalten, nur aus Angst, sie könnten krank werden. Ich habe das Gefühl, dass dies auch der richtige Weg ist, unsere beiden sind stets gut gelaunt und die Häufigkeit der Krankheiten hält sich in Grenzen. Dennoch hatten unsere beiden Krankheiten, wo wir besonders besorgt waren.

 

Hand-Mund-Fuß Krankheit

Letzten Sommer waren wir bei einer guten Freundin eingeladen, zu einem kleinen Sommerfest. Es war sonnig und die Stimmung war wirklich super. Andere Familien vergnügten sich genauso, wie wir es taten. Gegen Abend war ein kleiner Junge ziemlich müde und kuschelte sich an seine Mama. Niemand dachte sich etwas dabei.

Wenige Tage später ging es los. Unsere Kleine bekam Fieber. Am Anfang dachten wir uns noch nichts dabei, dann bekam sie Schmerzen. Sie bekam im Mund richtige Bläschen ,die höllisch wehgetan haben mussten. Da dies wie gewohnt an einem Wochenende war, fuhr ich direkt mit ihr ins Krankenhaus.

Als ich im Wartezimmer saß, bekam ich einen Anruf. Die Mutter des kleinen Jungen hatte sich bei meiner Frau gemeldet und klärte sie auf, dass ihr Sohn die Hand-Mund-Fuß Krankheit hätte und dies hochansteckend sei. Nun wusste ich Bescheid. Ich beschloss erst einmal der Ärztin nichts davon zu sagen, damit sie keine voreiligen Schlüsse zieht und unsere Kleine gründlich untersucht. Nach der Untersuchung und ihrem Befund, berichtete ich ihr vom Anruf, den ich bekommen hatte. Dies bestätigte sie.

Die Ärztin sagte direkt, dass es unvermeidlich sei, dass es unser Sohn auch bekommt. Wir können nichts dagegen tun. So sind die Beiden und ich also unter Quarantäne. Die Blasen kamen dann an mehreren Körperstellen, wie es der Name schon sagt an Füßen, Händen und im/um den Mund herum.

Ich beschloss dennoch, früh um 6 Uhr, die beiden in den Fahrradanhänger zu setzen und eine große Runde mit ihnen zu fahren, ich konnte es nicht ertragen, dass sie den ganzen Tag drin hocken sollten. Um diese Uhrzeit war niemand unterwegs und sie konnten niemanden anstecken. Die verabreichten Medikamente vom Arzt fingen an zu wirken und so langsam ging es den beiden auch wieder besser. Es dauerte eine Weile.

Unser Sohn hatte es deutlich weniger ausgeprägt als unsere Tochter.

Diese Krankheit können im Übrigen auch Erwachsene bekommen. Es können zum Beispiel die Finger- und Fußnägel ausfallen und es ist für Erwachsene noch wesentlich unangenehmer als bei Kindern. In unserem Freundeskreis hat es leider auch Einige gebeutelt, all jene, die bis dato noch keine Kinderkrankheit hatten!

Hoffentlich bleibt ihr und eure Kinder davon verschont.

Ich werde die Liste erweitern und hoffe dabei doch, dass sie ziemlich kurz bleibt.

Euer Sven

 

Behörden und andere Schwierigkeiten

Seit einem halben Jahr gehen unsere 2 in die private Krippe und wir sind wirklich glücklich damit. Die Kinder haben Spaß und lernen auch unglaublich viel. Leider nimmt diese Krippe die Kinder nur bis zum zweiten Lebensjahr, da die Kinder dann zu alt werden und nicht mehr gut genug gefördert werden können, was ich wirklich gut nachvollziehen kann.

Zu unserem Glück besteht ab dem zweiten Lebensjahr eine gesetzliche Pflicht für einen Kitaplatz, was zu unserem Pech noch lange nicht bedeutet, dass wir den auch bekommen. Ein halbes Jahr hätten wir noch Zeit, fragten aber dennoch vorsichtig nach, wie unsere Chancen stehen, einen Kitaplatz zu bekommen. Da wir einen privaten Krippenplatz haben und uns nicht weiter gemeldet hatten, wurden wir aus der Liste herausgenommen in der Annahme, dass wir keinen Kitaplatz mehr brauchen, so unsere Gemeinde.

Jetzt waren wir geschockt, wir müssen also unsere Kinder komplett neu anmelden und stehen in der Warteliste wieder ganz hinten. Wir verstanden die Welt nicht mehr, suchten 2 mal den Bürgermeister auf. Er versprach uns sich darum zu kümmern und sich dann bei uns zu melden. Leider meldete er sich nicht. Auf Nachfrage meinte er, er hätte die falsche Nummer. Die Sekretärin teilte uns dann mit, dass wir nur noch mit Termin vorbei kommen sollten. Ein Anruf und frage nach einem Termin kam dann die Antwort, er ist im Urlaub. 2 Monate später das gleiche Spiel. So nahmen wir uns eine Anwältin zu Rate. Wir suchten einen Anwalt für Familienrecht, doch Kita-Angelegenheite laufen grundsätzlich unter dem Verwaltungsrecht.

Unser Anwalt pochte darauf, dass wir einen Anspruch haben auf einen Vollzeitplatz. Er kontaktierte das zuständige Jugendamt und unserem Bürgermeister, etwas Schriftliches bekamen wir nicht. Ich versuchte ihn anzurufen, war aber kaum zu erreichen. Wir zweifelten nicht nur, sondern langsam verzweifelten wir. Ich suchte Rat beim Kinderschutzbund, die uns dann über die gesetzliche Lage in Rheinland Pfalz kompetent aufklärte und dies entsprach nicht dem, was unser Anwalt uns gesagt hatte. Ich war sauer, versuchte unseren Anwalt zu kontaktieren, leider ohne Erfolg. Zur gleichen Zeit hatte meine Frau einen Termin beim Jugendamt, wo sie erfuhr, dass das Jugendamt nie etwas von unseren Anwalt gehört hatte. Ich war sauer.

Da ich ihn am Telefon nicht erreichte, fuhr ich also in ihre Kanzlei. Natürlich war niemand vor Ort, so ging ich zu seiner privaten Wohnung. Ich klingelte und ein Mann kam heraus. Freundlich erkundigte ich mich, ob ich denn mit unseren Anwalt sprechen könnte, woraufhin er mir sagte, er sei nicht da. Natürlich nicht. Auf dem Rückweg rief ich in seiner Kanzlei an und sprach auf seine Mailbox, dass ich seinen Rückruf erwarte oder ich mich gezwungen sähe, ihn bei der Anwaltskammer zu melden. Eine Woche später kam ein Brief von unseren Anwalt, in dem stand, dass er alles nach bestem Gewissen getan und uns den Schriftverkehr geschickt hätte. Nur bekommen hatten wir leider nichts. Der nächste Absatz war noch besser, wo zu lesen war, dass ich Anrufe und Besuche in seiner privaten Wohnung unterlassen solle, da er sich dadurch bedroht fühlte. Wir fielen vom Glauben ab.

Kurze Zeit später, bekamen wir eine Zusage für die Kitaplätze, allerdings nur Teilzeit. Die Zeiten wären dann von 08 – 12 Uhr, wir müssten sie dann abholen und könnten sie dann von 14 – 16 Uhr wieder hinbringen. Wir arbeiten beide von 07:00 – 16:30 Uhr, eine Tagesmutter war für zu überbrückende Zeit auch nicht in Sicht, so resignierte ich und beschloss, mich arbeitslos zu melden. Aber mit einem Teilzeit-Kita-Platz bekommt man auch nur Teilzeit-Arbeitslosengeld, da man dem Amt nicht jederzeit zur Verfügung steht.

In der darauffolgenden Woche ging ich also zum Arbeitsamt und suchte das Gespräch. Ich fühlte mich unwohl. Ich meldete mich an der Anmeldung und registrierte mich. Anschließend ging es dann weiter ins nächste Abteil. Ich erzählte der Mitarbeiterin alles, worauf sie die Leiterin des Amtes holte. Nun wurde ich erst einmal aufgeklärt, dass ich das Arbeitslosengeld nicht komplett bekomme, sondern nur für die Zeit, in der meine Kinder einen Platz in der Kita hätten. Zudem würde ich eine dreimonatige Sperre bekommen, da keine vorhandene Kinderbetreuung kein triftiger Grund wäre, um seine Arbeit aufzugeben!!! Ich fragte sie natürlich was ich denn in der Zeit mit den Kindern machen sollte, worauf sie natürlich keinen Rat wusste. Das ganze Gespräch lief ruhig und sachlich ab, so konnte ich es den Mitarbeiterinnen anmerken, dass es ihnen wirklich leid tat, aber sie so handeln mussten.

Verzweifelt fragten wir nun bei unserer Krippe nach, ob wir den jetzigen Platz nicht noch ein wenig verlängern könnten. Sie waren so kulant und freundlich und verlängerten die Plätze um weitere 4 Monate. Die Teilzeitplätze der Kita mussten wir absagen, da es wirklich keinen Sinn machte. Zudem wollten wir unseren Kinder nicht zumuten, die 2h Teilzeitunterbrechung, noch bei einer Tagesmutter verbringen zu müssen. Das man die Kinder an einem Tag 4 mal hin- und herschiebt, kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein! Wenigstens konnten wir ein wenig Zeit herausschlagen, um einen geeigneten Platz für unsere Kinder zu finden, ob das dann klappte, könnt ihr im nächsten Beitrag lesen.

Euer Sven

Abenteuer Tagesmutter

Vom Jugendamt bekamen wir einige Adressen von Tagesmüttern. Wir beide sind diesbezüglich etwas skeptisch. Klar, in der Kita oder Krippe vertraue ich unsere Kinder auch wildfremden Menschen an, aber bei einer Tagesmutter vertraue ich meine Kinder nur einer wildfremden Person an. Was ist wenn die Tagesmutter krank wird? Wieviel Urlaub hat eine Tagesmutter? Was kostet eine Tagesmutter? Es waren wirklich einige Fragen, die wir hatten.

Wenn die Tagesmutter krank ist, dann hat man halt Pech, manch andere Tagesmutter kooperiert mit anderen Tagesmüttern, so ergibt sich meist eine Lösung. Urlaub hat eine Tagesmutter so viel, wie ein normaler Arbeitnehmer auch. Da sollte man sich zu Beginn des Jahres absprechen. Die Kosten für Tagesmütter sind unterschiedlich. Manche nehmen 6 € pro Stunde/Kind, manche nehmen 4 € die Stunde/Kind. Hier in Rheinland-Pfalz ist es so, dass wir einen bestimmten Betrag ans Jugendamt zahlen ( der vom monatlichen Einkommen abhängig berechnet wurde) und das Jugendamt übernimmt dann 4 € h/Kind.

Da wir eine Betreuungszeit von 10 Stunden pro Tag benötigen, war auch der Beitragssatz dementsprechend hoch und so lagen wir bei über 300 € pro Kind. Jetzt kommt unser Zwillingsbonus dazu, das heißt, dass wir Einkommensunabhängig den Beitrag 2x zahlen müssen. Es sind ja schließlich auch 2 Kinder. Dafür übernahm das Jugendamt also 2 mal 4€ pro Stunde. Wie ich schon sagte, kann es sein, dass die Tagesmütter teilweise mehr als 4€ pro Stunde nehmen. Diese Mehrkosten müssen wir natürlich selber tragen, genauso wie die Verpflegungskosten, die dann wiederum direkt an die Einrichtung/Tagesmutter bezahlt werden muss. So waren wir bei unseren Zwillingen mal ganz schnell bei knapp 900€ monatliche Kosten.

Bei uns würde es eigentlich heißen, dass ich mit 1 Jahr Arbeitslosengeld besser fahren würde. Das Problem dabei war, dass ich gar kein Arbeitslosengeld bekommen würde, da ich meine Kinder betreuen müsste und somit dem Arbeitsamt nicht zur Verfügung stehe. Hätte ich also einen Krippenplatz oder einen Kitaplatz, würde ich auch Arbeitslosengeld bekommen. So hatten wir also keine andere Wahl, als diese hohe Summe monatlich aufzutreiben. Ein Irrsinn.

Eine Tagesmutter zu finden war nicht schwer, eine gute zu finden dagegen sehr. Die Erste konnte Mittwochs nicht, die Zweite war nicht zu erreichen und die Dritte konnte kein Deutsch. Also im nächsten Ort weiter geschaut. Die guten Tagesmütter waren meist voll und es war wirklich ein Krampf. Knapp einen Monat vor Ende der Elternzeit wurden wir fündig. In 20km Entfernung fanden wir eine kleine, private Krippe, die sich unseren beiden Kids annahm. Wir nahmen den Platz an und unsere Kinder waren für 1 weiteres Jahr sehr gut betreut. Die Erzieher sind wirklich super und unsere beiden lernen dort wirklich viel und gehen immer voller Begeisterung hin. Wir Eltern sind morgens ganz schnell abgeschrieben. Das fällt einem schon schwer, ist aber schön zu sehen, dass es den beiden so sehr gefällt.

Für die Kitaplätze sind sie weiterhin angemeldet geblieben, dachten wir jedenfalls, aber das ist eine andere Geschichte.

Euer Sven

Abenteuer Krippenplatz

Ein Kind ist teuer, 2 Kinder sind doppelt so teuer. Ich denke das wissen alle Eltern. Unser Problem ist, dass unsere Verwandten (Omas, Opas, Tanten, Onkel, etc.) nicht hier leben, sondern in 600km Entfernung. Bevor wir die Zwillinge bekommen haben, arbeiteten wir beide in Vollzeitanstellung und wir wollten / müssen, auch nach der Elternzeit beide wieder arbeiten, um unseren Kinder ein anständiges und schönes Aufwachsen zu ermöglichen.
Wir beide stammen aus der Altmark in Sachsen Anhalt und leben heute in der wunderschönen Pfalz. Wir gingen früher in die Kinderkrippe und etwas später auch in den Kindergarten und haben ihn in bester Erinnerung. So stand für uns fest, dass auch unsere Kinder in die Krippe gehen. Auch aus finanziellen Gründen bleibt uns keine andere Möglichkeit, als die Kinder in die Krippe zu geben, auch wenn es uns oft schwer fällt. Also meldeten wir die Kinder, direkt nach der Geburt, in allen verfügbaren Krippen (3 an der Zahl) an. Gleichzeitig meldeten wir sie auch für die Kitaplätze, ab 2 Jahre (dem 3ten Lebensjahr), an.
Mit einem guten Gefühl warteten wir nun also auf die Plätze, es passierte aber leider herzlich wenig. Im Januar angemeldet warteten wir bis Juli und ich fing langsam an nervös zu werden, dachte mir aber es wird schon klappen. Eine Auskunft gab es für uns leider noch nicht. Also warteten wir bis Ende September und jetzt wurden wir richtig nervös. Niemand meldete sich, also fragten wir überall nach und es gab eine Absage nach der anderen. Jetzt standen wir fassungslos da, hatten wir doch nur noch 3 Monate Elternzeit. Panisch suchten wir Kontakt zu einem Anwalt, um uns mehr Einblick in die Rechtslage zu verschaffen und auch um bei den entsprechenden Instititionen Auskünfte zu bekommen. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass dieser Anwalt uns völlige Fehlinformationen gab, aber dazu später mehr.
Letzendlich empfahl man uns Tagesmütter im Ort, ob damit die Geschichte gut ausgeht werdet ihr im nächsten Beitrag „Abenteuer Tagesmutter“ lesen.

Krippe und Kitaplatz

Ich könnte jetzt einen Beitrag über dieses Thema schreiben, der wäre aber so lang, dass ihn wahrscheinlich keiner lesen würde. Also starte ich eine Reihe mit kurzen Beiträgen. Ihr habt dann nicht auf einmal so wahnsinnig viel zu lesen und ich muss keine 300 Seiten auf einmal schreiben.
Worum wird es gehen?
Wir kämpfen schon seit 2 Jahren um zwei Kitaplätze, die wir, oh Wunder, auch gleichzeitig benötigen! Hier entsteht eine Reihe von den Abläufen, Gesetzen und der Wahnsinn den wir erleben / erlebt haben. Ob wir letzendlich einen Platz bekommen haben, werdet ihr heute noch nicht erfahren, es soll ja spannend bleiben. Es ist auf jeden Fall verrückt und abenteuerlich. Ich versuche die Beiträge kurz zu halten, euch aber nichts vorzuenthalten.
Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser Reihe und hoffen, dass es euch nicht so ergehen wird.
Euer Sven

Die Nacht mit Zwillingen

Ich glaube ein Geheimrezept gibt es nicht damit Babys durchschlafen. Vielleicht hatten wir pures Glück, vielleicht hatten wir aber auch die richtigen Maßnahmen getroffen, damit wir halbwegs durchschlafen konnten. Ich erzähle euch einfach mal unseren Ablauf und dann könnt ihr ja selbst entscheiden. Zunächst hatte ich als werdender Vater schon die ersten Aufgaben. Während der Schwangerschaft habe ich Streit vermieden und meiner Frau eine Menge Arbeit abgenommen. Ich habe versucht ihr keinen Grund zu geben, sich aufzuregen und dass ist mir, so denke ich, ganz gut gelungen. Wollte meine Frau ihre Ruhe, so unternahm ich alleine etwas, ohne dass irgendwo böse Worte gefallen sind. Wir beide glauben, dass dies die wichtigste Phase ist. Ist die Mutter entspannt, so sind die Kinder entspannt, war unsere Meinung. So merkte meine Frau z.B. auch selten Tritte im Bauch. Vor der Geburt waren wir uns einig, dass wir Besuch im Krankenhaus nicht wollten. Auch dies war dann meine Aufgabe: unsere Freunde vom Krankenhaus fernhalten. Alle wollten die Kinder sehen. Wir aber wollten, dass die Kinder erst einmal in Ruhe ankommen und somit musste der Besuch leider warten, was auch uns letzten Endes schwer fiel. Lediglich die beste Freundin meiner Frau kam täglich vorbei.

      1. Festen Rhytmus finden
        Wir hatten von Beginn an einen 4 Stunden Rhytmus, um die beiden satt zu bekommen. Dieser hat super funktioniert. Das Negative dabei war, dass es mit dem stillen nicht geklappt hatte. Meine Frau hatte die Milch abgepumt und somit waren es Flaschenkinder mit Muttermilch. Der Vorteil dabei war, wir wussten genau, wieviel sie getrunken hatten und sie waren satt, was wohl am entscheidensten war.hipsterlogogenerator_1453621609221
      2. Nicht zu früh ins Bett bringen
        Kein Baby der Welt schläft 8 oder 10 Stunden durch. Wir gingen also immer zusammen, nachdem die Kleinen gegen 22 Uhr das letzte Mal etwas bekommen hatten, ins Bett. So schliefen nicht nur die Kleinen bis ca. 5 Uhr durch, sondern auch wir. So waren es dann 7h am Stück die uns über den nächsten Tag geholfen haben.hipsterlogogenerator_1453621609221
      3. Größere Windel bei Nacht
        Im Falle, dass alles gut ging und sie bis 5 Uhr durchschliefen, machten wir keine Hektik. Die Windel wurde nur gewechselt, wenn es wirklich nötig war. Wir haben nur ein kleines Lämpchen angemacht, den beiden etwas gegeben und sofort wieder hingelegt. Sie waren dann so entspannt, dass sie meist bis 9 oder 10 Uhr weiterschliefen. Um 10 Uhr gab es ja dann auch schon wieder etwas.hipsterlogogenerator_1453621609221
      4. Eigenes Bettchen
        Jedes Kind hat im eigenen Bettchen geschlafen und das Schlafzimmer war komplett abgedunkelt. Ledigleich ein kleines Nachtlicht (Steckdosenlämpchen) war an, damit sie sich orientieren konnten.hipsterlogogenerator_1453621609221

Natürlich kann man jetzt sagen, sie haben nur durchgeschlafen, weil sie die Flasche bekommen haben. Vielleicht war dies auch der Grund. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass alle Maßnahmenzusammen dazu beigetragen hatten, dass alles so gut klappte. Am Tage waren die beiden auch recht munter. Mittagsschlaf machten sie ab 11 Uhr meistens bis etwa 14 Uhr und am Vorabend schliefen sie kurz bei uns in den Armen ein. Wir vermissen diese Zeit wirklich sehr.
Vielleicht habt ihr es ja ganz anders gemacht und es funktionierte auch, so lasst es uns wissen. Wir sind wirklich neugierig wie ihr eure Babys zum schlafen gebracht habt.

Euer Sven

Shopping in Frankfurt

Wir hatten wieder einmal große Lust shoppen zu gehen. Mit Zwillingen ist es wahrlich nicht einfach, aber da müssen die beiden jetzt durch!
Das wir nicht morgens beginnen können bis spät abends ist natürlich klar. In diesem Zusammenhang wollten wir gerne Freunde in Frankfurt besuchen.

Nachdem wir morgens ausgeschlafen hatten, gab es für die Kinder ein leichtes Frühstück, danach putzten wir uns raus und fuhren direkt los. Die Sachen für diesen Tag, packten wir schon am Vortag, sodass wir nur noch alles einladen mussten und los konnten. Natürlich vergaßen wir einen Rucksack, was allerdings nicht so tragisch war, es war ja Samstag. Es war nichts drin, was wir nicht in einer Drogerie nachkaufen konnten. Unterwegs besorgten wir noch Brötchen und als wir bei unseren Freunden ankamen, war der Frühstückstisch schon gedeckt, mit allen Raffinessen.

Leider mussten wir den Mittagschlaf ausfallen lassen. Insgesamt haben wir ihn schon 2 mal ausfallen lassen, aber unsere Beiden steckten es jedes Mal super weg. Dafür geht es halt abends zeitiger ins Bett. Nach dem Frühstück machten wir uns mit der Straßenbahn auf dem Weg in die Stadt. Unsere Kinder fuhren das erste Mal mit der Straßenbahn und sie wollten unbedingt alleine sitzen. Wir gönnten ihnen den Spaß und sie hatten sehr viel Freude, die Äuglein leuchteten.

Das Wetter war ziemlich trüb, ab und an gab es auch einen kleinen Regenschauer, was unsere Stimmung nicht trüben sollte.IMGP2079

Wir gingen in den ein oder anderen Shop, gekauft haben wir aber nicht wirklich etwas. Die Kinder waren unermüdlich, wir hatten zwar einen Buggy dabei, sie wollten aber beide unbedingt die ganze Zeit laufen.

Ich weiß nicht ob es Zufall war (wohl eher nicht 😉 ), aber wir fanden zufällig einen Shop für Stoffe. Da meine Frau sehr gerne näht, wusste ich, dass wir dort länger verweilen werden. Also setzte ich mich mit unseren Kids in die „Männer – Ecke“, zog ihnen die Jacken aus und wir Männer spielten mit den Kids, während sich die Frauen die Stoffe aus den Regalen zerrten. Knapp eine Stunde verbrachten wir dort, es waren aber wohl super Schnäppchen, naja.

Anschließend sind wir ins Zoogeschäft, denn die Kleinen sollten ja auch noch ihren Spaß haben. Sie zogen aber prima mit. Die Auswahl an Kleintieren war toll und die beiden freuten sich. Nun bekamen wir Hunger.IMGP2110

Wir entschieden uns für eine bekannte Pizzeria. Die Kinder wollten unbedingt Nudeln essen, also kam uns diese grad recht. Leider war der Service nicht so prima. Unsere Freundin wurde gar nicht erst gefragt, ob sie was trinken möchte und die Nudeln unserer Kinder waren ziemlich kalt und nicht wirklich gut zubereitet. Sei es drum, gibt es halt kein Trinkgeld. Wir bezahlten alles zusammen und kamen auf den Betrag von 48,60€. Die Bedienung zögerte, wir wollten aber das Restgeld wieder haben, da es uns nicht gefallen hat. „Ist ja wie im Kindergarten hier“, sagte die Bedienung frech grummelnt, gab uns das Restgeld zurück und stampfte wütend ab. Wenn wir zufrieden sind, zahlen wir gerne Trinkgeld, so aber nicht.IMGP2097

So langsam wollten unsere Kinder wieder Straßenbahn fahren, also gingen wir zurück zu unserer Station. Wir machten noch einen kurzen Stop im Bücherladen und kauften noch ein paar Kinderbücher. Davon kann man nie genug haben. Die Straßenbahn kam, wir gingen hinein und unser Sohn fing fürchterlich an zu schreien. Erst bei Mama auf dem Arm und als ich ihn auf den Arm nahm schrie er genauso weiter. Ich stand also auf, setzte ihn alleine auf den Sitz und er schaute ruhig und zufrieden aus dem Fenster. Das ganze Abteil musste laut loslachen, wir natürlich mit. Nun war es schon 17.30 Uhr, wir gingen noch kurz zu unseren Freunden rein, gaben den Kleinen noch etwas leichtes zu essen, packten das Auto und fuhren wieder nach Hause. Die Kinder schliefen direkt ein. Zu Hause bekamen sie schnell den Schlafanzug an und erschöpft schliefen sie sofort weiter. Ein toller Tag.