Koh Phi Phi

Koh Phi Phi

Auf der Insel angekommen, war es unsere erste Aufgabe, ein Zimmer zu finden. Wir hatten wirklich bedenken, ob wir überhaupt etwas bekommen. Wir stiegen von der Fähre und es kam eine Horde Thais mit Fotobücher auf uns zu. Sie wollten einfach nur ihre Unterkünfte an den Mann bringen. Wir suchten uns aus den Bücher ein schönes Zimmer aus, welches wir dann für 700 Baht die Nacht buchten. Wie lange wir dort bleiben wollten wussten wir noch nicht. Dann kam ein Thai mit einer großen Schubkarre, wo wir unser Gepäck rauf warfen und er ging mit hohem Tempo voraus. Er ist fast gerannt und wir hatten zu tun, dass wir ihn in den engen Gassen nicht verlieren. Motorisierte Fahrzeuge gab es auf der Insel nicht.

Unser Weg zur Pension
Unser Weg zur Pension

In der Pension angekommen, erwartete uns eine nette Frau und ein angenehmes Zimmer. Wir brachten unser Gepäck hinauf und machten uns auf den Weg zum Strand.  Wir warfen unsere Handtücher aus und legten uns genüßlich in den weichen Sand. Dort herrschte eine wunderbare Ruhe, denn die meisten Leute waren auf der Full Moon Party auf Koh Phangan. Später gingen wir spazieren, wo wir 2 amerikanische Piloten kennenlernten. Wir verstanden uns super, auch wenn mein Englisch eine mittlere Katastrophe war, haben sie doch teils verstanden was ich sagte und kurioserweise habe auch ich sie verstanden.

Strand am Tag
Strand am Tage

Wir verabredeten uns zum Abend in einem Pad Thai-Nudel Imbiss und lernten 2 nette Mädels aus Holland kennen. Unsere Gruppe wurde immer größer. Jeder ging im Anschluß in seine Pension, machte sich nochmal zurecht und wir trafen uns dann wieder am Strand. Mittlerweile war an diesem Strand nichts mehr von Entspannung zu sehen, es war vielmehr ein reiner Partystrand. Feuerspucker oder Limbotanz waren nur 2 Sachen, die dort geboten wurden. Die Stimmung war wirklich super.

Strand am Abend
Strand am Abend

Nachdem wir ausgiebig gefeiert und die Nacht wundervoll geschlafen hatten, brauchten wir ein ausgiebiges Frühstück. Ich fing an, ein ganz normales Brötchen zu vermissen. Stattdessen gab es, wie fast jeden Morgen Toast mit Ei oder es gab Pad Thai zum Frühstück. Nachdem wir gegessen hatten, gönnte sich meine Frau wieder eine Massage. Da unsere Pension direkt neben der Treppe zum View Point war, entschloss ich mich, diesen zu besichtigen. Ich ging also die lange Treppe hoch und kam am Viewpoint 1 an. Der Ausblick war schon wunderschön, ich ging weiter einen wundervollen Weg entlang, bis ich endlich den Viewpoint 2 erreichte. Der Ausblick war fantastisch und ich genoss ihn sehr.

Weg zum Viewpoint 1
Weg zum Viewpoint 1
Viewpoint 1
Viewpoint 1
Weg zum Viewpoint 2
Weg zum Viewpoint 2
geschafft, Viewpoint 2
geschafft, Viewpoint 2

Nachdem ich wieder unten war, beschlossen wir, eine Kajaktour zu machen. Wir liehen uns ein Doppelkajak aus und machten uns auf den Weg um die Insel. Auf dem Weg trafen wir unsere amerikanischen Freunde vom Vortag. Wir erzählten kurz, machten Fotos und planten unseren Treffpunkt für den Abend. Wir fuhren weiter und hinter einem Felsen kam ein wunderschöner Strand. Hinter dem Strand war es so dicht bewachsen, dass es nur mit dem Boot möglich war dorthin zu kommen, doch der Strand war besetzt. Einige Affen machten sich dort breit. Sie sahen ganz niedlich aus, als sie aber unsere Wasserflaschen gestohlen hatten, fand ich sie nicht mehr so niedlich. Ich habe mit dem Paddel versucht sie von unserem Kajak fern zu halten, sie waren aber daraufhin sehr agressiv und ich hatte gehörigen Respekt. Wir waren auf Monkey Island gelandet.

Monkey Island
Monkey Island

20130328_141151

Als wir die Kajak Tour beenden wollten, war natürlich schon Ebbe. Wir mussten die letzten 100m das Boot tragen. Danach setzten wir uns gemütlich an die Bar.

gemütlich an der Bar
gemütlich an der Bar

Wir gingen in unsere Pension, machten uns schick um anschließend wieder zu unserem Nudel Imbiss zu gehen, wo wir uns alle wieder trafen. An diesen Imbiss waren wir mittlerweile ständig und nannten ihn liebevoll nur noch „Doodle Noodle“. Der Besitzer und seine Mutter waren wirklich nett und das Essen war immer fantastisch. Der Abend verlief in etwa so wie der Vorabend, nur unsere Stimmung war noch besser. Wir feierten bis morgens um 4 Uhr am Strand.

Der nächste Tag war für uns alle ein Hangover Tag. Wir hatten mehr oder weniger Kopfweh und die Hitze gab uns den Rest. Wir entschieden uns, einfach nichts zu tun. Wir legten uns an den Strand auf eine Liege und verbrachten dort fast den ganzen Tag. Leider war an diesem Tag die Ebbe besonders stark. Um sich abzukühlen, mussten wir auf die andere Seite der Insel gehen, wo es deutlich steiler ins Wasser ging und man sich angenehm abkühlen konnte. So ging dann auch dieser Tag zu Ende. Wir gingen zum Abendbrot wieder zu „Doodle Noodle“ und ließen alle zusammen den Tag ausklingen.

Am darauf folgenden Tag, standen wir früh auf. Wir wollten wieder was sehen. Wir entschieden uns für eine Schnorchel Tour mit Rundfahrt. Gegen 10Uhr ging es dann auch schon los. Das erste Ziel war Shark Bay. Hmmmmm schnorcheln mit Haien? Ich weiß ja nicht. Wir vertrauten unserem Bootsführer, sprangen ins Wasser und sahen das Unglaubliche……..nichts!!!!! Eine halbe Stunde habe ich nach etwas, was wie ein Hai aussehen könnte ausschau gehalten, aber leider bekamen wir dort nichts zu sehen. Wir fuhren also weiter. Das zweite Ziel war dann Bamboo Island. Was für ein Strand. So stelle ich mir eine Trauminsel vor. Es waren auch kaum Leute vor Ort. Der Sand war richtig fein und das Wasser traumhaft schön. Wenn man ein paar Meter lief, stand man im Nadelwald und der Anblick aus dem Wald aufs Meer war grandios.

Bamboo
Bamboo

20130330_122928

Für uns hatte Bamboo den schönsten Strand auf unserer Reise.

Danach ging unsere Fahrt weiter. Jeder bekam auf unserem Boot noch ein wenig Reis zum Mittag, bis wir die Felsen von Maya Bay erreichten. Diese Insel ist ja bekannt durch den Film „The Beach“.

Bevor wir auf die Insel gingen, sollten wir noch etwas schnorcheln gehen. Es waren einige Boote vor Ort und ich hatte keine Lust ins Wasser zu springen. Auf den Nachbarbooten waren einige Chinesen. Meine Frau war wie immer die erste im Wasser, ich setzte mich hinten zu unserem Bootsführer und wollte ein paar Fotos schießen. Es dauerte nicht lange, da schrie meine Frau um Hilfe. Ein Chinese wollte schnorcheln, konnte aber leider nicht schwimmen. Er versuchte sich bei meiner Frau fest zu halten. Ich sprang sofort ins Wasser, schnappte mir den Chinesen und brachte ihn auf unser Boot, da hörte ich die nächsten Hilfeschreie. Eine Chinesin, die ebenfalls nicht schwimmen konnte, geriet in Panik. Da ich ja eh schon im Wasser war, zerrte ich auch sie raus. Den ganzen Spaß habe ich vier mal gemacht. Unser Bootsführer hatte vorsichtshalber seine Schwimmweste angezogen. Wahrscheinlich hatte er Angst bekommen ins Wasser zu fallen. Da ich nicht der Einzige war, der Chinesen aus dem Wasser gezogen hatte, kann ich gar nicht sagen, wieviele fast ertrunken wären. Es waren aber sehr viele. Wahrscheinlich dachten sie, sie könnten da stehen, weil sie bis auf den Grund schauen konnten? Ich weiß es nicht.

Nachdem wir fleißig alle Chinesen gerettet hatten, ging es an Land. Die Insel sah wirklich aus wie im Film, nur mit´ner Menge Touristen. Selbst der Weg, den Leonardo di Caprio langgelaufen ist, sah noch genauso aus. Ach was texte ich euch zu, schaut einfach selbst:

Maya Bay
Maya Bay

20130330_154913 20130330_155800 20130330_155815

Anschließend fuhren wir um die Inselgruppe und Felsen. Es war eine Augenweide.

Fahrt um die Inselgruppe
Fahrt um die Inselgruppe

20130330_143255 20130330_153245 20130330_173209

Zum Abschluß ging es zu Monkey Island. Mittlerweile waren wir auch nicht mit nur einem Boot unterwegs, sondern es war eine Bootsgruppe. Auch unsere schnorchelnden Nichtschwimmer waren dabei. Auf die agressiven Affen hatte ich nicht so recht Lust. Aber als wir den Strand betraten war kurioser Weise kein einziger Affe zu sehen. Als wir mit dem Kajak dort waren, wimmelte es nur so von Affen. Wahrscheinlich verschwinden sie bei großen Touristengruppen. Ich war nicht böse drum, erklärte mir dann auch so, dass wir bei Shark Bay keine Haie zu Gesicht bekamen. Nachdem die Tour beendet war, gingen wir zusammen noch einmal zum Viewpoint. Wir hatten den Ausblick noch einmal genossen und gingen wieder runter. In der Zwischenzeit sind eine Menge neuer Touristen angekommen. Mit der Ruhe war es vorbei, es kamen lauter bunt angemalte Leute auf die Insel. Auf Koh Phangan war die Full Moon Party vorbei und die Leute strömten förmlich auf Koh Phi Phi. Wir beschlossen am nächsten Tag weiter zu reisen. Für mich war Koh Phi Phi mein persönliches Highlight, für meine Frau sollte dies erst noch kommen.

 

 

Kommentar verfassen