Ein ganz normaler Tag oder „The Never Ending Story“

Der Morgen

Nachdem die Elternzeit rum ist, fährt sich das Familienleben doch ein und das schlimme daran ist, dass es gar nicht so einfach ist, dagegen etwas zu tun (es hat ja alles Vor- und Nachteile). Unsere beiden Kleinen  gingen ja etwas über 1 Jahr in die Krippe und derzeit zur Tagesmutter. Der Tagesablauf jedoch blieb im Grunde derselbe.

Morgens klingelt um 5.30 Uhr der Wecker, den ich des öfteren wegwerfen könnte. Meine Frau steht zuerst auf und macht sich im Bad fertig. Für mich ist es natürlich die Gelegenheit 10 min länger liegen zu bleiben und die nutze ich auch aus. Danach heißt es allerdings auch für mich, raus aus den Federn. Die morgendliche Zeremonie könnte ich eigentlich im Schlaf durchführen, denn sie ist jeden Morgen gleich.

Ich stehe also auf, putze mir die Zähne und ziehe mich an. Danach geht es auch schon direkt in die Küche. Da wir abends immer alles vorbereiten, ist auch morgens wenig zu tun und alles läuft ohne Stress ab. Ich bereite den Kakao für die Kinder und den Kaffee für mich vor. Den Kaffee muss ich trinken, bevor wir die Kinder wecken. Um 6 Uhr ist es dann soweit. Wir schleichen zusammen ins Kinderzimmer und wecken unsere beiden Süßen. Es ist morgens der schönste Moment, sie wachen auf, lächeln dich an und wollen kurz auf den Arm genommen werden und kuscheln. Dann wird auch schon nach dem „KaKaKau“ (Kakao) gerufen.

Wickeln und das Anziehen erledigen wir während sie ihren Kakao trinken. Sonst machen sie dabei echt Stress. So verläuft der Morgen doch recht harmonisch.

Schon um 06.30 Uhr verlassen wir das Haus. Zusammen bringen wir die Kinder zum Auto und während meine Frau zur Arbeit fährt, bringe ich die Kinder zur Tagesmutter. Der Abschied bei der Tagesmutter fällt kurz, aber liebevoll, aus und schon muss ich auch weiter zur Arbeit. Natürlich schaffe ich es nicht pünktlich und komme jeden Morgen etwa 10 min zu spät. Mein Arbeitgeber hat zum Glück Verständnis dafür. Wahrscheinlich muss man einfach nur mit seinem Arbeitgeber reden und dann ist auch soetwas möglich.

 

Am Nachmittag

 

Um 16 Uhr mache ich auch schon Feierabend, manchmal auch 16.30 Uhr. Dann muss ich mich auch schon wieder beeilen, denn bis spätestens 17 Uhr muss ich die Kinder abgeholt haben. In der Regel bin ich schon früher da. Die Kinder freuen sich riesig mich zu sehen und fallen mir gleich in die Arme und mir ergeht es genauso. Während der Heimfahrt erzählen sie mir dann ihre Erlebnisse vom Tag oder besser, sie versuchen es. Mit knapp 2,5 Jahren reden Kinder halt noch nicht fließend, aber wir verstehen uns. Wir albern die Heimfahrt über herum oder wir singen einfach Lieder.

Es gibt natürlich auch Tage, und die sind nicht so selten, da schreien und kreischen sie während der ganzen Fahrt und 20 min Autofahrt mit 2 schreienden Kindern, können wirklich sehr anstrengend sein. Da freue ich mich auf zu Hause. Dort kommen wir in der Regel gleichzeitig an und dann entscheiden wir, was wir machen. Wenn die Kinder gut gelaunt sind, geht es meist noch zum Spielplatz oder Eis essen. Das einkaufen erledigt aber dennoch meist meine Frau, direkt nach Feierabend. Sind die Kinder quängelig, so gehen wir dann doch lieber gleich ins Haus.

 

Der Abend

 

Auch der Abend verläuft in der Regel gleich ab. Sind die Kinder müde, so gibt es Abendessen direkt, wenn wir zuhause sind. Sind die gut gelaunt so essen wir zusammen um 18.30 Uhr. Spätestens um 19 Uhr gehen sie ins Bett, woran sie sich super gewöhnt haben und dies völlig reibungslos verläuft. Und jetzt ist Feierabend? Leider Nein. Tagtäglich sammelt sich Wäsche an, dass Wohnzimmer sieht meist aus wie ein Spielplatz und auch in der Küche wartet noch Arbeit. Wir haben uns da recht gut aufgeteilt und alles wird erledigt, ohne dass wir groß Worte darüber verlieren müssen. Entweder ich räume das Wohnzimmer auf und meine Frau macht die Küche oder eben umgekehrt. Je nachdem was anliegt und worauf einer von uns mehr „Lust“ hat. Schon um 20 Uhr sind wir oft fertig und haben dann wirklich Feierabend. Zeit für Hobbys. Ich blogge oder schaue mir einen Film an und meine Frau näht, bloggt mit mir zusammen oder schaut sich mit mir einen Film an. Mehr ist in der Woche nicht drin.

So vergeht die Woche im nu und von montags bis freitags verläuft jeder Tag eigentlich genau so ab. An den Wochenenden nutzen wir dann die Zeit, die wir Vier zusammen haben. Häufig geht´s ins Schwimmbad, in den Tierpark oder auch in den Zoo. Wir besuchen Freunde oder gehen Shoppen. Jedes Wochenende ist anders und das ist bei solch einer eintönigen Woche auch bitter nötig und tut unglaublich gut.

 

Euer Sven

 

 

Kommentar verfassen