Bangkok

Bangkok

Nun ist es soweit. Es war im März 2013, wir fuhren mit dem Auto nach Frankfurt, wo wir es bei Freunden unterstellten und dann ging es mit der Bahn zum Flughafen. Unsere Laune war fantastisch. Wir flogen 7 Stunden bis nach Bahrain und nach nur 1 Stunde Aufenthalt dort, flogen wir weitere 8 Stunden bis nach Bangkok. Wir sind morgens, thailändischer Zeit, angekommen, waren ziemlich müde aber unsere Laune war dennoch super. Nachdem wir uns schnell sommerlich umgezogen (Sommersachen im Handgepäck) hatten, wurden wir auch schon abgeholt. Wir wurden wirklich freundlich empfangen und ich fühlte mich gleich wohl. Wir fuhren ins Hotel, checkten ein und holten danach noch 2 weitere Freunde ab. Der erste Weg war zum Markt. Ich sah keine Touristen, aber ne Menge Thais die uns erstaunt anblickten.  Das Essen dort sah wirklich fantastisch aus, es dauerte auch nicht lange, bis jeder sich etwas geholt hatte. Mit dem Essen ging es auf ein Boot, wo wir eine tolle Flussrundfahrt machten. Fragt mich bitte nicht, welcher Markt oder welcher Fluss es war. Der Fluss war übersät von Karpfen, ich glaube ich habe noch nie so viele Fische freilebend auf einer Stelle gesehen. Von europäischen Touristen fehlte weiterhin jede Spur und das genossen wir besonders.

Rundfahrt in Bangkok               DSC_6910

Nachdem diese tolle Fahrt beendet war, fuhren wir in einem Kulturpark. Die Eintrittspreise für Europäer waren teurer, als für die Thais. Es wurde eine tolle Show angeboten, doch die Elefanten taten mir doch irgendwie leid, auch wenn es nicht so aussah als würde es ihnen schlecht gehen, aber hört ja immer wieder negatives darüber. Ansonsten gab es dort eine tolle Show, auch ohne Elefanten.

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Nach diesem Erlebnis, überkam uns dann doch die Müdigkeit. Wir verließen den Park und fuhren zu einer kleinen Shoppingmeile am Chao Phraya River. Im Auto bin ich sofort eingeschlafen. Am Ziel angekommen, hatte ich keinen Elan mehr überhaupt noch etwas zu tun. Die Shoppingmeile war recht überschaulich und sehr modern, direkt am Fluss war es  wunderschön. Danach fuhren wir wieder ins Hotel, wir verabschiedeten uns und wir bedankten uns für den wirklich tollen ersten Tag.  Wir vielen ins Bett und hatten keinen Plan wie der nächste Tag weitergehen soll.

Chao Phraya River
Chao Phraya River

Jetzt geht die Reise ohne Hilfe weiter

Nachdem wir am nächsten morgen ausgeschlafen hatten, überlegten wir uns wie die Reise weitergeht. Dadurch, dass wir den ersten Tag durchgemacht hatten, fühlten wir uns wieder richtig gut und hatten auch weiterhin keine Probleme mehr mit den Jetlag. Wir entschieden uns für den Besuch, der für Touristen berühmten, Khaosan Road. Wir informierten uns mit welchem Bus wir dort hinfahren könnten und selbst dieses Erlebnis war aufregend. Wir stiegen in den passenden Bus und der Kassierer konnte kein Wort Englisch, so auch der Rest der Passagiere. Wir versuchten uns über eine Gruppe Schüler zu verständigen, was leider auch nicht klappte. Ich gab ihm ein paar Baht, bis er sagte ok, dann saßen wir. Mit neugierigen Blicken wurden wir angestarrt und die Gruppe Schüler fanden es toll, mit uns zu kommunizieren, auch wenn keiner auch nur annäherend etwas verstanden hatte. Wir genossen die Fahrt wirklich sehr, es hatte echt viel Charme mit diesem alten fensterlosen Bus mit all seinen Ventilatoren, mitzufahren. Schließlich kamen wir aber an. Die Khaosan Road ist eine 400m lange und relativ schmale Straße, die stark belebt war. Eine regelrechte Touri-Meile. Da ich so etwas noch nie gesehen hatte, staunte ich mit großen Augen, wie ein kleines Kind. Wir haben dort gegessen und sind die Straße 2 mal hoch und runter gelaufen. Ständig gab es dort neue Eindrücke und jeder, der das erste mal in Bangkok ist, muss diese Straße unbedingt besuchen. Ich gönnte mir dort meine erste Ölmassage und meine Frau ihre erste Fußmassage. Es war, trotz Trubel,  sehr entspannend.

Kurzdarauf kam ein Tuk Tuk Fahrer und bot uns eine Rundfahrt, für erstaunlich wenig Geld an.

Tuk Tuk
Tuk Tuk

Als erstes fuhren wir zu einer Tempelbesichtigung,  dort erwartete uns eine nette Frau. Sie befragte uns über unseren Reiseverlauf, ohne dass wir misstrauisch wurden. Danach erzählte sie uns, dass überall alles ausgebucht wäre, da Hochsaison ist und es besser wäre, wenn wir in einem Reisebüro buchen würden. Wir besichtigten bei 40°C  ca. 1 Stunde den Tempel, dann nahm sich der Tuk Tuk Fahrer uns wieder an. Wir fuhren weiter und er schleppte uns doch tatsächlich ins Reisebüro. Wir gingen rein, und ein Reiseleiter nahm uns an. Er hörte sich unsere Planungen an und stellte uns eine Reise zusammen. Wir lehnten dankbar ab, da wir keine feste Reise möchten und möglichst flexibel bleiben wollten. Wir gingen raus und dort empfang uns dann unser mittlerweile, etwas mies gelaunter Tuk Tuk Fahrer, der uns dann fragte, warum wir nichts gebucht hatten. Weiter ging die Fahrt ins Schmuckgeschäft, wo wir wieder nichts kauften und unser Tuk Tuk Fahrer noch grimmiger wurde. Wir fuhren weiter in eine Schneiderei. Da tat uns der Tuk Tuk Fahrer einen großen Gefallen. Wir wollten im September heiraten und ich brauchte noch ein Anzug. Ich suchte mir ein schönen „Designer“-Anzug aus, der Schneider nahm mir meine Maße ab,  ich bezahlte den Anzug an und wollte ihn auf dem Rückweg mitnehmen. Anschließend gingen wir wieder zu unserem Fahrer, der (obwohl wir etwas gekauft hatten) mittlerweile richtig schlecht gelaunt war und wir schon leicht Angst bekommen haben. Irgendwie wollten wir nicht mehr so recht mit ihm weiterfahren. Bevor ich dann zum Tuk Tuk Fahrer ging, entschloss ich mich, an dem nebenanliegenden Kiosk Bier zu kaufen. Ich überredete den Tuk Tuk Fahrer, dass er sich mit uns auf eine Bank setzt und mit mir ein Bier trinkt. Das Bier schlug schnell bei ihn an und er ist schon nach der zweiten Flasche eingeschlafen, woraufhin wir uns aus den Staub machten (bezahlt hatten wir im voraus). Wir waren regelrecht erleichtert ihn losgeworden zu sein. Fazit: Fahrt also bitte nicht bei solchen dubiosen Rundfahrten mit.

Besuch einer Tempelanlage
Besuch einer Tempelanlage

Als nächstes suchten wir ein Zimmer. In der Gegend war es wirklich gar nicht so einfach noch eines zu bekommen. Schließlich fanden wir ein Hotel, wo der Hotelier uns ein Zimmer anbot, aber auch gleichzeitig warnte, dass es etwas laut werden könnte. Wir besichtigten das Zimmer, es hatte statt Fenster nur Fliegengitter, aber es war sauber und ok. Wir dachten, dass das bisschen Strassenlärm schon nicht so schlimm sein wird und buchten dieses Zimmer für eine Nacht. Wir gingen dann nochmals zur Khaosan Road und genossen den Abend, bis wir dann gegen 22 Uhr ins Hotel gingen. Wir legten uns hin und machten die Augen zu und dann kam er, der Lärm.  Andere Straßenseite öffnete eine Disco ihe Pforten, welches ebenfalls keine Fenster hatte. Ich dachte mein Kopfkissen wäre eine Bassbox und natürlich haben wir in der Nacht kaum ein Auge zu gemacht. Das ist also „ein bisschen Lärm“? Wir freuten uns wahnsinnig als die Nacht vorüber war, denn am nächsten Tag sollte schon unser Flug nach Krabi gehen. Wir nahmen uns ein Taxi und baten ihn, vorher nochmal an der Schneiderei anzuhalten, um den in der Nacht genähten Zwischenstand anzuprobieren.

In der Zeit,  wo wir in der Schneiderei waren, muss unser Taxifahrer erstmal einen Joint geraucht haben, anders kann ich mir diese Fahrt zum Flughafen nicht erklären. Wir fuhren auf einer 4-spurigen Straße mitten in einen Stau hinein, kein Problem dachte ich mir. Als Problem sah ich aber, dass sich der Stau auflöste und wir auf der Überholspur standen und unser Taxifahrer seelenruhig schlief. Der Verkehr lief wieder fließend und nur noch wir standen. Der Taxifahrer erschrak, als ich ihn weckte fuhr aber dann sofort los. Bis zum Flughafen war es ganz schön weit und der Taxifahrer machte uns Angst. Trotz, dass er sein Autoradio voll aufgedreht hatte, ist er ständig während der Fahrt eingenickt. Ich beobachtete ihn die ganze Fahrt im Spiegel und rüttelte ständig seine Schulter. Als wir dann heil und unversehrt am Flughafen ankamen, sagte er: wir sollen ihm das bezahlen, was uns die Fahrt wert war.  Wir gaben ihn für das lange Warten an der Schneiderei und die Fahrt dann 200 Baht und waren froh, noch am Leben zu sein. Am Flughafen ging es recht schnell, wir checkten ein, stiegen in den Flieger und freuten uns auf Krabi.

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