Die ersten 2 Wochen

Es ist der 28.12.2013, wir sind seit diesem Tag zweifache Eltern. Es ist ein aufregendes Gefühl. Ich hielt den Besuch ersteinmal fern. Nur die beste Freundin meiner Frau kam einmal und das sollte auch reichen. Ich wollte, dass  meine Frau möglichst viel Ruhe hat und sich ganz schnell erholt. Auch die anfänglichen „neuen“ Aufgaben sind in ruhiger Umgebung auch am besten zu bewältigen. Die erste Hürde die wir hatten, war das Stillen. Es hat einfach nicht funktioniert. Egal wie meine Frau es angestellt hatte, es klappte nicht. Also musste sie anfangen den Milchfluss anzuregen, indem sie die Milch abgepumpt hat. Im Krankenhaus war ja alles vorhanden, aber zu Hause? Ich rief bei der Frauenärtztin an und fragte um Rat. Sie stellte mir ein Rezept aus und ich bekam in der Apotheke leihweise eine elektrische Milchpumpe. Das Gerät war Gold wert.

Ich verbrachte tagsüber ganz viel Zeit bei meiner Frau und den Kindern, erledigte zwischendurch den Papierkram, meldete die Kinder an und machte die wichtigsten Besorgungen. Silvester war es dann soweit, wir durften nach Hause. Bevor ich meine Frau abholte, putzte ich die Wohnung und die beste Freundin meiner Frau erledigte noch ungefragt Einkäufe. Großen Dank an Sie, sonst hätten wir nichts zu knabbern zu Silvester gehabt. 😉

Am Nachmittag holte ich meine Familie ab und war dabei mächtig aufgeregt. Ich konnte es kaum erwarten, alle zu Hause zu haben. Als wir dann am Nachmittag eingezogen sind, überkam mich das Gefühl der Überforderung, obwohl die Kinder weder schrien oder sonst etwas. Neujahr stießen wir miteinander an, waren aber beide müde und ausgelaugt. Fix und fertig schliefen wir auf der Couch ein. Das kann ja was werden, dachte ich mir noch kurz bevor ich schlief. Wir haben schon im Krankenhaus mit einem 4 Stunden Rhytmus begonnen. Das heißt um 6 Uhr – 10 Uhr – 14 Uhr – 18 Uhr – 22Uhr und 02 Uhr wurde Milch abgepumpt, das Fläschchen gegeben und gewickelt.  Um 22 Uhr brachten wir sie auch erst ins Bett, das Problem was wir hatten war, dass sie Nachts nicht aufgewacht sind. Also weckten wir sie, um den 4-Stunden-Takt einzuhalten, 02 Uhr, gaben ihnen die Milch und sie schliefen genüsslich weiter. Jeder hatte sein eigenes Bett, sie schliefen zwar mit im Schlafzimmer, aber nie mit im Elternbett.

Die beiden Süßen waren wirklich sehr pflegeleicht, die Horrorstories die wir von Vielen zuvor gehört hatten, trafen nicht einmal im Ansatz ein. Im Gegenteil, es war einfach nur schön. Nur dass um kurz vor 02 Uhr jede Nacht der Wecker klingelte, um unsere Kinder zu wecken, damit sie was trinken, nervte wahnsinnig.

Nach einer Woche kam dann zum ersten Mal unsere Hebamme. Sie fragte wie es läuft und wir erzählten ihr, wie wir alles machen. Wir erzählten ihr auch, dass wir sie Nachts wecken, um ihnen die Milch zu geben. Sie schaute uns irritiert an und fragte nochmal nach, ob wir sie wirklich Nachts wecken????? Nachdem wir dies bejahten, sagte sie nur: „Seid ihr bescheuert?“ Wir sollten sie schlafen lassen, sonst gewöhnen sie sich an den Rhytmus. Ich freute mich über diesen Kommentar und hoffte jetzt natürlich, dass sie sich noch nicht daran gewöhnt hatten. Ansonsten war auch die Hebamme sehr zufrieden und wir waren ein Stück stolz auf uns.

In der darauf folgenden Nacht, stellten wir also keinen Wecker und wir schliefen bis 05 Uhr morgens durch. Juhuuuu!!! Die Milch hatten wir am Vorabend abgepumpt und in den Kühlschrank gestellt. Meine Frau ist schnell in die Küche, machte die Milch im Fläschchenwärmer ein wenig warm und wir gaben sie ihnen, ohne dass wir das Licht anmachten. Die Windel wechselten wir auch nicht jedesmal, sondern nur nach Bedarf. Nachdem sie getrunken hatten, legten wir sie noch einmal hin. Sie schliefen dann beide weiter bis ca 09 Uhr. Wir warteten bis um 10 und dann gab es die nächste Portion, somit waren wir also wieder im Rhytmus. So verlief dann auch jeder weitere Tag. Es war eine sehr aufregende/spannende und sehr schöne Zeit.

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